You Go I Go Prinzip (YGIG) - Was bedeutet das?

Geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 13.11.2019 | Keine Kommentare
You Go I Go Prinzip (YGIG) - Was bedeutet das? Im Rahmen von Hyrox bin ich wieder auf das "You Go I Go" Prinzip gestoßen. Kurz auch YGIG. Das wird auch beim Crosstraining häufig eingesetzt und findet vermutlich auch bei einigen anderen Sportarten seinen Einsatz. Doch was bedeutet YGIG? Die Sache ist relativ schnell erklärt. Zusätzlich gib es noch ein paar Tipps am Ende.

You Go I Go - So geht's!

Das "You Go I Go" Prinzip wird meist im Team von zwei Personen angesetzt. Bei Wettkämpfen ist das häufig die Klasse "Doubles". So ist es zum Beispiel auch bei Hyrox der Fall. Theoretisch lässt sich das Prinzip auch auf mehrere Personen aufteilen.

Zwei Grundregeln sind bei YGIG wichtig:
 
  • Die Aufgabe / Leistung wird aufgeteilt (nicht zwangsläufig gleich)
  • Es ist nur ein Athlet zur gleichen Zeit aktiv

Aufteilung der Aufgabe

Die Aufteilung der Aufgabe beziehungsweise Leistung sollte relativ klar sein. Ist eine Übung mit 100 Wiederholungen, Kalorien oder Meter angesetzt, dann kann diese beliebig aufgeteilt werden.

In der Regel macht jeder Athlet die Hälfte. Heißt Teilnehmer 1 macht 50 und Teilnehmer 2 ebenso 50. Teilnehmer 1 kann jedoch auch 70 übernehmen und nur 30 für den zweiten Teilnehmer offenlassen. Ihr könnt im Team auch weiter gehen und die Aufgabe in mehrere Pakete teilen. Hier wären das zum Beispiel 4x25. Grundsatz: Die gesamte Aufgabe muss als Team erledigt werden.

Es kann natürlich sein, dass ein Wettkampf hier speziellere Vorgaben macht. Daher gilt es dennoch immer das Regelwerk zu lesen oder sich erklären zu lassen.

Nur ein aktiver Athlet

Wichtig dabei ist jedoch, dass nur ein Athlet aktiv sein soll. Wenn also Athlet 1 seine Übung macht, muss der zweite Athlet warten. Bei Wettkämpfen gibt es meist eine Plattform, auf welche sich der Partner stellen muss. Damit ist einfacher gewährleistet, dass auch nur eine Person aktiv ist.

You Go I Go - Beispiel

Schauen wir uns das Prinzip an einem Beispiel an. Hier wähle ich mal einen Teil des Hyrox-Workout. Wobei es auch an vielen anderen Stellen absolviert wird: 1000 Meter rudern.

Sagen wir die Aufgabe wird in gleiche Teile unterteilt. Damit muss jeder 500 Meter rudern. Nun möchtet ihr am Stück jedoch nur 250 Meter rudern. Das ist kein Problem.

Teilnehmer 1 begibt sich auf das Rudergerät und macht seine 250 Meter, während Teilnehmer 2 inaktiv bleibt. Er absolviert dabei auch keine andere Teilaufgabe. Nach den 250 Meter wechseln die beiden ihre Plätze und Teilnehmer 2 rudert weitere 250 Meter. Anschließend das gleiche Spiel erneut. Das passiert so lange, bis insgesamt 1000 Meter gerudert wurden. In diesem Fall sitzt jeder also 2 Mal auf dem Rudergerät.

Tipps für "You Go I Go"

Für das YGIG Prinzip gibt es ein paar Tipps, welche dir eine bessere Perfomance bieten können.

Möglichst wenige Wechsel

Es klingt verlockend viele kleine Pakete aus der großen Aufgabe zu machen. Auch wenn das auf den ersten Blick einfacher erscheint, kann das einen Nachteil bieten. Denn dabei musst du öfters absetzten oder wechseln.

Müsst ihr zum Beispiel rudern und habt nur ein Rudergerät zur Verfügung, dann kostet jeder Wechsel kostbare Zeit. Wenn ihr im Wettkampf seid kann das ein störender Faktor sein.

Nutzt eure Stärken

Wie ich zuvor erläutert habe, ist es meist erlaubt die Aufgabe auch ungleich zu verteilen. Das könnt ihr als Vorteil für euer Team nutzen.

Bist du in einer Übung stärker, dann macht es durchaus Sinn, dass du dort mehr Leistung gibst. In einer Aufgabe wo dein Partner stärker ist, kannst du dann durchaus etwas abgeben.
vgwort
Tags: Worterklärung, Lexikon, Workout Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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