10 Dinge die dich fett machen

Geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 17.08.2015 | Keine Kommentare
10 Dinge die dich fett machen ©bandita, Flickr unter CC BY-ND 2.0 Die meisten Menschen wissen genau weshalb sie zu viel Gewicht mit sich herumtragen: Sie essen Mist und bewegen sich nicht viel. Hier ist es offensichtlich.

Aber es gibt auch andere, die versuchen hart zu trainieren und ihre Ernährung zu verbessern. Trotzdem bleibt es für sie ein Kampf. Auch wenn sie etwas Fett verlieren, scheint es immer wieder zurückzukommen.

Kommt dir das bekannt vor? Hier sind 10 Dinge die das Problem sein könnten.

Das Verlangen entsteht im Darm

Nicht nur dein Kopf ist für das Verlangen verantwortlich. Zum Teil wird es durch Bakterien im Darm verursacht. Durch deine Ernährung regulierst du das Umfeld der Bakterien in deinem Darm. Sowohl für die schlechten, als auch die guten. Wissenschaftler nennen das auch Ökosystem.

Bei der Umstellung auf eine gesunde Ernährung verlangen die schlechten Bakterien gefüttert zu werden. Genau hier entsteht das Verlangen nach den "schlechten" Nahrungsmitteln. Krass gesagt kann das Prinzip mit einem Entzug geleichgesetzt werden.

Nun lässt sich das Umfeld für die Bakterien allerdings anpassen. Wenn du dich gesund Ernährst, so wird sich dein Darm entsprechend anpassen. Natürlich dauert das eine Gewisse Zeit. Auch hier lässt sich wieder auf den Vergleich zum Entzug verweisen.

Anfangs wird es sich schwer auf die ungesunden Dinge zu verzichten. Dein Körper Signalisiert dir, dass du sie konsumieren sollst. Wie in einem Entzug wirst du eventuell deprimiert sein. Aber im selben Zug vergeht das Verlangen auf Dauer auch.

Das Verlangen im Kopf

Dein Verstand hat auch einen großen Einfluss auf dein Verlangen. Durch den Konsum von sehr Zuckerhaltigen Nahrungsmitteln wird das Belohnungszentrum aktiviert. Es ist jedoch wie bei einer Droge. Je mehr wir konsumieren, desto robuster werden wir. Somit müssen wir immer mehr konsumieren um den gleichen Effekt zu erzielen.

Daher ist das Verlangen aus dem Kopf auch hauptsächlich für zwei Gruppen von Menschen ein großes Problem. Für die, welche einen hohen Konsum von ungesunden Lebensmitteln fahren und für die, welche gerade angefangen haben den Konsum zu verringern.

Für jemanden, der schon länger gesund isst, besteht das Problem des Verlangens nicht mehr so stark. Das ist wie bei der Problematik mit den Darmbakterien. Wir können uns entwöhnen. Die Sucht überwinden. Die meisten Personen, welche sich länger gesund ernähren haben auch kein Problem mit einer Fressorgie. Sie haben oft keine schlechten Auswirkungen oder Rückfälle nach diesen. So ist es auch bei mir der Fall.

Deine Eltern haben dich geprägt

Viele wollen es nicht wahrhaben, doch wir kommen auf unsere Eltern. Wir haben einige genetische Voraussetzungen von ihnen mit auf den Weg bekommen und ebenso eine Menge an Gewohnheiten.

Haben deine Eltern schlecht gegessen, geraucht, viel getrunken, gesessen und ein ungesundes Leben geführt, so ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du auch dazu neigst. Besonders durch eine schelchte Ernährung in der Kindheit hast du einen Nachteil. Denn dann hast du Fettzellen aufgebaut, welche sich nur noch füllen müssen. Vorhandene Fettzellen müssen lediglich gefüllt und nicht neu gebildet werden. Der Körper nutzt dies. Neue Zellen bildet er hingegen erst langsam. Das Problem an der Sache ist jedoch, dass die Fettzellen nicht mehr vom Körper selbst abgebaut werden. Wer also einmal dick war, wird dies auch wieder schneller.
 
Das Ist jedoch kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen, aufzugeben und die Schuld auf die Eltern zu schieben. Das bringt dich und niemanden weiter. Du wirst es eventuell schwerer haben als manch anderer, jedoch ist es nicht unmöglich.

Ich selbst komme aus der IT und kann dir in diesem Zusammenhang einen Vergleich bieten. Hast du extrem gute Software, so kannst du auch schlechte Software laufen lassen. Die gute Hardware macht die schlechte Programmierung wett. Hast du jedoch schlechte Hardware, so musst du performantere Software einsetzten, damit sie auf dem schlechteren System auch läuft.

Zwar kann Übergewicht zum Teil auf die Gene geschoben werden, jedoch lassen sich Gene über längere Zeit ab- und einschalten. Wenn du selbst die Motivation und den Willen hast etwas zu ändern, dann ist es auch möglich.

Muskeln verbrennen Fett

Muskulatur ist ein Grundbaustein für die Fettverbrennung. Auch im Ruhezustand verbrauchen Muskeln mehr Energie. Auf diese Weise helfen dir Muskeln Fett zu verbrennen.

Viele machen den Fehler und machen sich von der Körperwaage abhängig. Das reine Gewicht ist nicht entscheidend für eine gute Körperkomposition. Dieser Fehler wird auch in der wohl bekannten TV-Show "The biggest looser" gemacht. Es geht nur darum die Pfunde purzeln zu lassen. Der Körperfettanteil wird außen vor gelassen. Dabei ist genau dieser Wert interessant. Sicher werden wir schwerer, wenn wir Muskeln aufbauen, da diese Gewicht mit sich bringen. Doch das sollte uns nicht abschrecken, da diese helfen Fett zu verbrennen. Wenn du schon eine Waage benutzen möchtest, dann achte auf den Körperfettanteil, welcher von viel größerer Bedeutung ist.

Stichwort Hypertrophie - Diese Trainingsmethodik ist nicht nur für Bodybuilder interessant. Sie eignet sich perfekt um sauberer Muskelmasse zu bilden.

Selbstbetrug im Supermarkt

Wird ein Ernährungskonzept umgestellt, so passiert es nicht selten, dass beim Einkauf doch wieder Cookies oder zuckerhaltige Cerealien in den Einkaufswagen wandern.

Warum? In der richtigen Dosierung ist es doch nicht schlimm! Das wäre es in der Tat nicht, doch wie oft klappt das? In der Regel artet es doch immer aus. Du hast dir vorgenommen nur eine kleine Portion des ungesunden zu nehmen und haust dir doch den Bauch voll.

Der einfachste Weg ist es diese Nahrungsmittel gar nicht erst im Haus zu haben. Verzichte schon im Laden, statt erst daheim. Wenn du etwas nicht da hast, kannst du es zwar besorgen, aber dieser Weg ist umständlicher, als wenn es direkt vor deiner Nase liegt.

Theorie ändert nichts ohne Praxis

Viele Menschen lesen Studien, Bücher, Artikel und Blogs über Ernährung und Diäten. Sie reden darüber die Dinge zu machen, aber schieben es vor sich her. Sie finden immer wieder Gründe das Wissen wirklich umzusetzen.

Sie scheinen alles rausgefunden zu haben. Das nötige Wissen für eine Veränderung zu besitzen. Doch sie sind nicht gewillt es zu realisieren. Die ganze Theorie bringt rein gar nichts ohne Praxis.

Häufig beruht das Problem auch auf der Herangehensweise. Viele suchen nach der perfekten Diät. Einem kompletten Konzept, was ohne große Umstände umgesetzt werden kann. Zum Glück sind wir allerdings alle individuell. Es gibt kein perfektes Rezept für uns alle.

Du musst die Theorie ausprobieren. Du musst deine Ernährung anpassen, Dinge ausprobieren und deine Diät optimieren. Theorie bietet die Grundlage, ist jedoch ohne Praxis nutzlos.

Überschriften sind keine Konzepte

Den Gegensatz stellen die Personen dar, welche alles ohne Hintergrundwissen machen. Sie erfinden eigene Strategien, welche Vorteilhaft zu seins scheinen, es aber nicht sind. Beispiele?
 
  • Smoothies sind gesund, weil Obst ist gesund!
  • Bagels, Toast und Cerealien sind gut, weil Getreide Ballaststoffe hat!
  • Viele Nüsse sind gut, weil sie Protein liefern!
  • Den Tag über wenig essen und abends schlemmen ist gut, weil Carb Backloading so geht!

Die meisten von den Leuten lesen nur Überschriften, tauchen aber nicht tiefer in die Materie ein. Überschriften sollen allerdings Neugierig machen. Sie sollen zum Lesen anregen. Somit enthalten sie meist nur die schönen Schlagworte.

Es ist jedoch wie bei einem Rezept. Lässt du eine Zutat weg, so wirst du nicht das gleiche erhalten wie mit dem originalen. Ebenso kannst du nicht einfach die Zutaten nach Belieben austauschen. Ein Rezept ist ein zusammengestelltes Konzept.

Nehmen wir ein einfaches Beispiel: Nüsse sind gesund, weil sie Protein liefern. Es ist vollkommen richtig, dass Nüsse Protein liefern und auch gesund sind. Doch im Hintergrund musst du wissen, dass Nüsse um einiges mehr an Fett und somit eine große Menge an Kalorien liefern. Nüsse sind gesund, aber nur im richtigen Maß. Wenn du übertreibst, sind diese bei weitem nicht mehr so gesund.

Fernsehen macht dick

Für die meisten gehört zum Fernsehen das Sacken einfach dazu. Die Kombination bringt Entspannung, macht allerdings auch fett. Neben dem meist ungesunden Essen kommt noch das Problem des stetigen Sitzens hinzu. Du befindest dich im Ruhezustand, wirkst der Bewegung entgegen. Ein Schritt gegen das Problem wäre schon die Zeit vor dem Fernsehen zu reduzieren. Geh lieber spazieren oder beschäftige dich aktiv. Ebenso solltest du lernen die Zeit vor dem TV ohne Essen zu verbringen. Wenn du schon dabei isst, dann etwas gesundes. Durch geregelte Mahlzeiten kannst du dem Problem ebenfalls entgegenwirken.

Die richtige Dosis Struktur

Struktur im Leben ist in manchen Punkten nicht verkehrt. Der Trend geht jedoch dahin komplett zu übertreiben oder sie voll und ganz zu vernachlässigen. Meiner Meinung nach ist die richtige Dosis, wie so oft, die Lösung. Etliche Programm setzten auf das Zählen von Kalorien, Makronährstoffen und grenzen dich enorm ein. Das Zählen von Kalorien ist auch bestimmt nicht schlecht. Es gibt dir einen Eindruck über die Lebensmittel und deinen Bedarf. Allerdings schränkt es dich auch extrem ein und führt auf kurz oder lang zum Aufgeben.

Viele brauchen mehr Struktur und Kontrolle um ihre Ziele einzuhalten. Andere kommen mit weniger davon klar. Du musst persönlich dein Pensum finden. Mach dich nicht mit übertreibender Struktur kaputt. Genieße auch dein Leben - Das steht an erster Stelle.

Ich selbst habe lange Zeit meine Ernährung kontrolliert. Nun habe ich nur noch eine grobe Struktur, ernähre mich Großteiles gesund und besonders auf meinen Lebensstil angepasst. Kalorien zählen tue ich selten. Meist bezieht sich das auf kalorienreiche Lebensmittel. Wie gesagt: Du musst deine persönliche Dosis der Struktur finden.

Iss nicht wie ein anderer

Vorbilder sind eine tolle Sache. Sicherlich treiben sie uns an und bieten uns etwas Motivation. Doch wir sollten nicht ihren Lebensstil kopieren. Es kommt immer auf das Gesamtbild an. Du kannst nicht dasselbe essen, was ein Marathonläufer konsumiert, wenn du dich selbst kaum bewegst.

Wenn ich essen gehe artet es meist aus. Allerdings kann ich mir das Schlemmen erlauben. In der restlichen Zeit fahre ich meist einen gesunden Stil und treibe viel Sport. Was viele nicht sehen ist: Ich mache es in Ausnahmefällen und nicht jeden Tag. In Gesellschaft genieße ich es. Da steht das Essen nicht in erster Linie als Nahrungsaufnahme, sondern als gesellschaftlicher Faktor.

Deine Ernährung muss auf dich angepasst sein und bei dir funktionieren. Wenn du dir einen anderen ansiehst, dann schau auf das gesamte Bild. Wie oft isst er so? Wie viel bewegt er sich? Wie sieht sein Leben aus? Auch hier solltest du dich nicht selbst betrügen.

Jetzt kennst du 10 Dinge, die dich fett machen. Ich habe auch noch 10 Ernährungs-Fakten, über welche sich wirklich (fast) alle einig ist.
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Tags: Fett, Topliste Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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