Wie funktioniert eine Körperfettwaage?

Geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 23.10.2013 | Keine Kommentare
Wie funktioniert eine Körperfettwaage? Körperwaagen sind ein wichtiges Werkzeug für jeden Sportler um das Körpergewicht zu überprüfen und zu kontrollieren. Doch nicht nur das Körpergewicht, sondern auch andere Werte, wie der Körperfettanteil oder der Anteil der Muskelmasse sind für die Kontrolle der Fitness von großer Bedeutung. Besonders die Entwicklung über einen längeren Zeitraum ist für die Überwachung und Kontrolle der persönlichen Fitness interessant. In diesem Artikel liegt der Fokus auf Körperfettwaagen* und klärt, wie diese arbeiten. Zusätzlich wird behandelt, wie weit den Werten getraut werden kann und es gibt Tipps zur Verwendung solcher Waagen.

Was ist der Körperfettanteil?

Zunächst klären wir kurz die Frage, was der Körperfettanteil genau ist. Der Körperfettanteil gibt den Anteil der Körpermasse an, welcher aus Fett besteht. Hierbei kann auch noch zwischen verschiedenen Fetten unterschieden werden, was jedoch in diesem Artikel nicht behandelt wird. Der Körperfettanteil kann in Prozent oder auch mit einer konkreten Gewichtseinheit, wie zum Beispiel Kilogramm, angegeben werden. Handelt es sich um eine prozentuale Angabe, so bezieht sich diese auf das gesamte Körpergewicht. Wiegt eine Person 80 Kilogramm und einen Körperfettanteil von 20%, so beträgt das Körperfett 16 Kilogramm. Der Wert kann über folgende Formel berechnet werden: 80 Kilogramm / 100% * 20% (Ergebnis: 16 Kilogramm). Natürlich kann auch umgekehrt aus einer Angabe des Fettanteils in Kilogramm der Prozentwert ermittelt werden. Dazu wird folgende Formel verwendet: 100% / 80 Kilogramm * 16 Kilogramm (Ergebnis: 20%). Abgekürzt wird der Körperfettanteil mit KFA.

Wie arbeitet eine Körperfettwaage?

Nun zu der Frage, wie eine Körperwaage es schafft den Körperfettanteil (KFA) zu ermitteln. Wenn sich eine Person auf eine Waage stellt, welche den Anteil der Fettmasse messen kann, sendet diese Stromimpulse durch den Körper. Die Spannung ist natürlich so gering, dass sie für den Menschen weder schädlich, noch bemerkbar ist. Die Waage misst nun den Widerstand, also wie lange der Strom braucht um durch den Körper zu fließen. Auf Grundlage dieses Wertes wird dann der Körperfettanteil berechnet. Bei jeder Körperfettwaage muss ein Profil hinterlegt werden, da zusätzlich für die Berechnung von der Waage Daten wie die Körpergröße, das Alter und das Geschlecht benötigt werden. Manche Waagen lassen sogar den Aktivitätsgrad mit in die Berechnung einfließen.
Der konkrete Wert beruht am Ende jedoch auf Studien. In diesen Studien wurden die Werte der Waage mit denen von anderen Waagen oder auch anderen Methoden der Messung des Körperfetts verglichen. Eine Alternative ist zum Beispiel die Messung mittels Caliper*.

Wie weit kann ich dem Wert der Waage trauen?

Eine weitere und sehr wichtige Frage ist, wie viel Vertrauen in die Werte der Waage gesteckt werden können. Da die Werte auf Studien mit Vergleichswerten beruhen, sollten die Werte mit Vorsicht betrachtet werden. Die absoluten Werte müssen nicht zwingend korrekt sein.

Ein weiteres Kriterium ist die Methode der Messung. Zwar senden alle Körperfettwaagen einen Stromimpuls durch den Körper um den Widerstand zu messen, jedoch geschieht dies auf unterschiedliche weisen. Viele Waagen haben keine Handgriffe. Somit wird der Strom nur von einem Bein zum anderen gesendet. Der Oberkörper wird bei dieser Ermittlung nicht großartig berücksichtigt, wodurch die Werte ungenauer werden. Wenn die Waage mit Handgriffen ausgestattet ist, wird der Strom durch den kompletten Körper gesendet, womit der Oberkörper mit überprüft und die Werte genauer werden.

Tipps für die Verwendung und Auswertung

Zunächst solltest du beim Kauf einer Körperfettwaage darauf achten, dass diese mit Handgriffen ausgestattet ist. Durch diesen Zusatz werden die Werte der Waage genauer. Es empfiehlt sich ebenfalls über andere Methoden, wie eine Messung mit einem Caliper oder auch anderen Waagen, die Werte zu überprüfen.

Auch wenn die Daten der Körperfettwaage nicht in jedem Fall exakt stimmen müssen, kann mit diesen gearbeitet werden. Die Entwicklung des KFA lässt sich auch über die Auswertung der relativen Werte handhaben. Selbst wenn der absolute Wert nicht zu 100% stimmt, kann beobachtet werden, ob der Körperfettanteil zu- oder abgenommen hat.

Du solltest immer darauf achten, dass du dich zu ähnlichen Zeiten wiegst, da die Werte so am besten verglichen werden können. Der beste Zeitpunkt zum Wiegen ist morgens, da noch keine Nahrung aufgenommen wurde und somit kein zusätzlicher Ballast in die Werte einfließt. Auch solltest du keine oder nur möglichst wenig Kleidung beim Wiegen tragen um realistische Werte zu erhalten. Feuchte oder gar nasse Füße können die Messung ebenfalls verfälschen, daher solltest du dich vor dem Duschen wiegen.

Bei der Auswertung solltest du beachten, dass nicht die Entwicklung von gestern auf heute entscheidend ist. Viel mehr interessiert die Entwicklung und Veränderung der Daten über einen langen Zeitraum. Auch solltest du dich nicht wundern, wenn das Gewicht im Rahmen von 1-2 Kilogramm schwangt. Das ist ganz natürlich und auch der Grund, weshalb eine Auswertung über lange Zeit sinnvoller und aussagekräftiger ist.

In jedem Fall, auch wenn deine Waage keinen Körperfettanteil messen kann, lohnt es sich täglich das Gewicht zu notieren. Es dauert nicht lange und lässt sich später hervorragend auswerten. Hier, auf buffcoach.net, hast du unter anderem die Möglichkeit dein Gewicht und die Zusammensetzung zu dokumentieren sowie auszuwerten.
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Tags: Körperfettwaage, KFA, Waage, Körpergewicht, Körperanalyse Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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