Fitnesstracker bei Stiftung Warentest - Meinung & Empfehlung

geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 25.12.2015 | Keine Kommentare
Fitnesstracker bei Stiftung Warentest 01/2016 In der Ausgabe 01/2016 von Stiftung Warentest wurden Fitnesstracker unter die Lupe genommen und verglichen. Ein Thema, welches aktuell sehr stark umworben ist und mit Sicherheit viele interessiert. Der Test der unabhängigen Institution ist auch ein Urteil, welchem man generell vertrauen kann. Ich möchte in diesem Artikel auch nicht die Ergebnisse anzweifeln, jedoch auf Kleinigkeiten hinweisen sowie Ergänzungen machen.

Der Test in der Kurzfassung

Vorab eine kleine Zusammenfassung des Tests der Fitnesstracker durch Stiftung Warentest. Den kompletten Testbericht kannst du bei Stiftung Warentest erwerben. Insgesamt wurden von der Institution 12 Geräte in den Test aufgenommen. Dabei 6 Stück, welche die Herzfrequenz messen können und 6, welche nicht über eine solche Funktion verfügen. Der Testzeitraum liegt zwischen Juli und September 2015, ist also recht aktuell.

Meines Wissens und meiner Meinung nach waren im Test der Stiftung die wichtigsten Marken vertreten. Das heißt jedoch nicht, dass die wichtigsten Geräte in den Test aufgenommen wurden. Doch dazu später mehr und jetzt zum Test selbst. Im Test wurden folgende Geräte untersucht:
 
Geräte aus dem Fitnesstracker-Test 01/2016 der Stiftung Warentest
Fitnesstracker Herzfrequenzmessung Bewertung
Garmin Vivosmart Herzfrequenzmessung über Brustgut 2,3 Gut
Polar Loop Herzfrequenzmessung über Brustgut 2,6 Befriedigend
Samsung Gear Fit Herzfrequenzmessung über Arm 2,7 Befriedigend
Fitbit Charge HR Herzfrequenzmessung über Arm 3,6 Ausreichend
Mio Fuse Herzfrequenzmessung über Arm 3,9 Ausreichend
Jawbone UP3 Herzfrequenzmessung über Arm 4,6 Mangehalft
Garmin Vivofit Keine Herzfrequenzmessung  2,0 Gut
Xiaomi Mi Band Keine Herzfrequenzmessung  3,1 Befriedigend
Fitbit Flex Keine Herzfrequenzmessung  3,8 Ausreichend
Sony SmartBand Keine Herzfrequenzmessung  4,0 Ausreichend
Medisana Vifit connect Keine Herzfrequenzmessung  4,5 Ausreichend
Jawbone UP2 Keine Herzfrequenzmessung  4,6 Mangelhaft

Bei der Benotung handelt es sich um die Gesamtwertung von Stiftung Warentest, was den Fitbit Charge HR schlecht aussehen lässt, obwohl er in der Funktionalität nicht schlecht abschneidet. Durch schlechten Datenschutz wird dieses Gerät stark abgewertet. Auch die Haltbarkeit des Geräts wurde in diesem Test eher schlecht eingestuft.
 
Testsieger sind nach Stiftung Warentest eindeutig die Geräte von Garmin. Allerdings muss hier genau hingeschaut werden. Wem die Herzfrequenzmessung wichtig ist wird hier etwas getäuscht. Der Vivosmart wurde in Verbindung mit einem Brustgurt getestet. Damit möchte ich Stiftung Warentest keine bösartige Täuschung vorwerfen. Schließlich steht dies auch richtig im Bericht. Nur kann dieser Punkt schnell übersehen werden. Eine Herzfrequenzmessung über Brustgurt mit der über den Arm zu vergleichen ähnelt etwas dem Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Am Ergebnis der Haltbarkeit wird sich nichts rütteln lassen. Hier konnte Garmin mit einer 1,9 beim Vivosmart trumpfen.
 
Bei der Kritik zur Messung des Jawbone UP3 lobe ich mir jedoch das Urteil und kann es nur unterstreichen. Dieses Gerät misst nicht wirklich die Herzfrequenz, sondern nur am Morgen den Ruhepuls. Eine permanente Überwachung ist nicht gegeben. Das lässt sich auch bei genauem Blick auf der Seite des Herstellers finden. Somit macht das Gerät wenig Sinn für den dauerhaften Einsatz. Zusätzlich ergaben die Ergebnisse auch noch miserable Werte.
 
Der Absolute Verlierer im Test der Stiftung ist der Hersteller Jawbone. In seinen Geräten wurden neben Ungenauigkeit auch noch Schadstoffe gefunden. Dabei handelt es sich um den Weichmacher DEHP. Da das Gerät permanent getragen wird ein sehr kritisch zu sehender Punkt. Auch die Handhabung schnitt nur mit befriedigend ab.
 
Das Gear Fit von Samsung ist mit einer 2,7 im Mittelfeld gelandet. Hier gab es auch Mängel in der Funktionalität. Zudem ist das Band nur mit Android verwendbar. Hier lässt sich auch etwas über die Herzfrequenzmessung sagen. Um eine permanente Überwachung zu haben muss das Gerät in den Trainingsmodus versetzt werden. Hierbei kann dem Akku jedoch beim Entleeren zugesehen werden. Ansonsten muss die Messung der Herzfrequenz manuell angestoßen werden.

Kritik & Anmerkungen zum Test

Das soll soweit zur Durchführung und der Ergebnisse des Tests reichen. Wenn dich das Konkrete Ergebnis interessiert kannst du dir den Artikel auf der Seite von Stiftung Warentest für ein kleines Entgelt beziehen. Ich möchte nun mir meinen Anmerkungen oder auch Kritik zum Test fortfahren.

Nicht alle relevanten Geräte im Test

Auch wenn Stiftung Warentest alle Nennenswerten Hersteller in den Test aufgenommen hat fehlen hier wichtige Geräte. Besonders interessant ist in dem Zusammenhang von Fitnesstrackern die Verbindung mit der Messung der Herzfrequenz. Reine Schrittzähler sind für den Gebrauch relativ nutzlos. Das werde ich später noch genauer thematisieren.
 
Damit ist Sony leider raus, da hier nur das SmartBand einbezogen wurde. Allerdings gibt es von Sony auch ein Gerät, welches über integrierte Herzfrequenzmessung verfügt. Das wäre das Sony SmartBand 2*. Auch wenn es etwas schade ist, dass dieses Produkt im Test fehlt, da ich etwas Kritik an diesem Band auszusetzten habe.

Ebenso sehe ich ein Problem für den Hersteller Garmin. Zwar hat er nach Stiftung Warentest eindeutig die Nase vorne, tritt jedoch nicht mit dem interessantesten Gerät an. Hier wird der Vivosmart in Verbindung mit einem Brustgurt getestet. In meinen Augen ist dies nicht wirklich praktikabel, da wohl kaum wer im Alltag permanent einen Brustgurt tragen möchte. Nun möchte ich nicht sagen, dass es sinnlos ist, jedoch nicht Vergleichbar mit der Messung über einen Sensor am Armband, wie ich es schon zuvor angesprochen habe. Sehr interessant wäre hier der Garmin Vivosmart HR* gewesen, welcher ebenfalls über eine eingebauten Sensor für die Herzfrequenzmessung verfügt.

Polar, der wohl bekannteste Hersteller für Pulsmessung, hat mittlerweile auch ein Gerät auf den Markt geworfen, welches einen Pulssensor im Band hat. Das wäre der Polar A360*. Bei Stiftung Warentest wurde der Polar Loop gewählt, welcher allerdings nur mit Brustgurt funktioniert. Das habe ich auch in meiner Kritik weiter unten genauer thematisiert.

Herzfrequenzmessung: Brustgurt vs. Sensor

Im Test finden wir zwei unterschiedliche Methoden der Herzfrequenzmessung. Dabei Messen zwei Geräte über einen Brustgurt und jeweils vier über einen Sensor am Band selbst. In meinen Augen lässt sich dies nicht wirklich vergleichen. Natürlich ist ein Brustgurt genauer. Grund dafür ist auch, dass er viel fester und sicherer sitzt. Bei der Messung über den Sensor am Band geht es um den praktischen Punkt. Wer möchte mit einem Gurt um die Brust durch den Alltag stolzieren? Mich würde es etwas nerven. Somit ist es, wie ich auch weiter oben schon geschrieben habe, ein Vergleich von Äpfeln und Birnen.
 
Damit ist auch das Ergebnis der Herzfrequenzmessung vom Polar Loop sowie Garmin Vivosmart mit Bedacht zu sehen. Das Gerät von Garmin darf nicht mit dem Garmin Vivosmart HR verwechselt werden.

Meine Bewertungen und Empfehlung

Natürlich möchte ich hier nicht nur nörgeln und Mängel am Test loswerden. So möchte ich auch eine eigene Bewertung für Fitnesstracker abgeben. Damit beziehe ich mich besonders auf den Kreis der Sportler. An dieser Stelle kann ich Stiftung Warentest auch etwas in Schutz nehmen, da sie versuchen die Tests für die Allgemeinheit relevant zu gestalten. Aus meiner Sicht ist auch die permanente Verwendung in wichtiger Faktor. Nur hier machen Fitnesstracker einen Sinn. Sonst sollte meiner Meinung nach eher zu einer Pulsuhr oder anderen Geräten gegriffen werden.

Fitnesstracker vs. Smartwatch

Vorab möchte ich auf den Unterschied zwischen Smartwatch und Fitnesstracker verweisen. Eine Smartwatch bietet dir mehr Funktionen an als ein einfacher Fitnesstracker. Das macht sich natürlich auch deutlich im Preis bemerkbar. Wo dir Preise für Fitnesstracker im Normalfall unter 200 Euro liegen, beginnt das Segment einer Smartwatch erst wesentlich höher. Eine Smartwatch ist in erster Linie auch nicht als Tracker geschaffen worden. Im Folgenden beziehe ich mich auch nur auf Fitnesstracker und schließe jegliche Smartwatch aus.

Darauf kommt es an

Im ersten Schritt möchte ich auf die Punkte eingehen, welche mir für Fitnesstracker wichtig sind. Anschließend werde ich auf eine Auswahl der Geräte im Detail eingehen und jeweils mein Statement abgeben. Zum Schluss folgt dann meine Empfehlung. Beginnen wir mit den Punkten, welche du aus meiner Sicht für die Kaufentscheidung beachten solltest.

Herzfrequenz (Sensor)

Mir ist besonders das Thema der Herzfrequenzmessung wichtig. Grund dafür ist besonders die Aktivität im Kraftsport. Das reine Zählen von Schritten ist hier relativ nutzlos ist. Wir machen viel über den Puls und verbrauchen eine Menge Energie durch intensives Training. Ein Schrittzähler nimmt hier keine Anstrengung wahr und ist somit eher nutzlos für die Auswertung. das bezieht sich besonders auf die Berechnung des Kalorienbedarfs. In meinem Test des Fitbit Charge HR habe ich auch den Schrittzähler von Withings in die Gegenüberstellung genommen. Das Ergebnis verdeutlicht das Problem klar. Auch wenn dieser Punkt besonders für Sportler relevant ist, macht es ihn für die andere Sparte nicht uninteressant. Wobei wir auch bedenken sollten, wer sich mit dem Thema Fitnesstracker beschäftigt. Vermehrt werden die Sportler sein.
 
Persönlich schwöre ich auf die Messung per Sensor am Band. Der Grund dafür ist einfach und ich habe ihn auch schon zuvor angesprochen. Der Brustgurt ist für den Alltag schlichtweg unpraktisch. Möchtest du das Gerät nur beim Sport tragen, so mag das natürlich anders aussehen. Der Brustgurt kann mit einer höheren Genauigkeit trumpfen, doch dann bietet sich eventuell mehr eine Pulsuhr, als ein Fitnesstracker an. Nicht ohne Grund heißt es bei den Fitnesstrackern nicht Pulsmessung, sondern Herzfrequenzmessung. Die Ergebnisse sind etwas ungenauer und bieten eher einen Richtwert. Damit ist die Bezeichnung Pulsmessung auch nicht korrekt und meines Wissens so auch nicht erlaubt. Ich muss sogar sagen, dass mir die Fitnesstracker mit Sensor am Band für den Arm besser gefallen als der BodyMedia. Dieser wird am Oberarm getragen und zeichnet sich im Alltag auch als etwas unpraktisch aus. Dieses Thema ist ab 2016 jedoch ohnehin Geschichte, da der Dienst eingestellt wird.
 
Somit fallen 8 Geräte aus der Liste von Stiftung Warentest zunächst aus. Auch der Hersteller Sony scheidet hier aus, welcher allerdings auch ein Gerät mit integrierter Herzfrequenzmessung hat. Das wäre das SmartBand 2, welches leider nicht im Test ist. Hierzu folgt jedoch auch eine Anmerkung. Ebenso ist das interessanteste Gerät von Garmin nicht vertreten, welches der Vivosmart HR wäre.

Permanente Messung

Die permanente Messung bezieht sich auf die Herzfrequenz und ist bei den Fitnesstrackern leider keine Selbstverständlichkeit. Viele Geräte sind mit einem Sensor ausgestattet, messen jedoch nur zu einem bestimmten Zeitpunkt oder im Trainingsmodus. Hier können nur Garmin mit dem Vivosmart HR und Fitbit mit dem Charge HR und Surge mithalten. Sony, Samsung, Mio Fuse und sogar Polar scheiden an dieser Stelle aus. Hier muss für eine permanente Messung der Trainingsmodus aktiviert werden. Das wiederum geht auf die Akkulaufzeit und kann somit nicht rund um die Uhr laufen. Häufig wird dieser Punkt nicht direkt auf den Seiten der Hersteller ersichtlich. Erst beim genauen Blick fällt dies auf.

Kalorienbedarf

Ziemlich jeder Fitnesstracker zeigt dir den Kalorienbedarf an. Dieser lässt sich über den Grundbedarf und Leistungsumsatz berechnen. Der Grundumsatz wird über das Geschlecht, Alter sowie die Körpergröße ermittelt. Hier können sogar noch Schrittzähler mithalten. Doch beim Leistungsumsatz kommt die Herzfrequenz zum Tragen, welche erst die Genauigkeit bringt. Somit fallen jegliche reinen Schrittzähler raus, auch wenn sie angeblich den Kalorienbedarf ermitteln. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch die eben angesprochene permanente Messung.
 
Die Messung wird hier immer vom Labor abweichen, da ein Fitnesstracker kaum die gleichen Techniken beherrscht. An dieser Stelle solltest du dir auch über den Preis im Klaren sein. Ein Gerät für unter 200 Euro wird kaum ein wissenschaftliches Labor abbilden. Den Punkt Kalorienbedarf hat Stiftung Warentest ebenfalls im Test berücksichtigt und kann somit bei der Kaufentscheidung helfen. Allerdings muss hier gesagt werden, dass Stiftung Warentest nicht mit Kraftsportlern getestet hat.

Schadstoffe

Das Thema Schadstoffe ist ein wichtiger Punkt für die Auswahl eines Fitnesstrackers, da das Gerät permanent getragen wird. Aus diesem Grund hat auch Stiftung Warentest den Punkt in den Test mit aufgenommen. Hier ist der Hersteller Jawbone durchgefallen. Seine Geräte enthielten Weichmacher. Daher würde ich von diesen abraten. Alle anderen Hersteller aus dem Test haben hier mit sehr gut bis gut abgeschnitten.

Wasserfest

Leider gibt es nur drei Modelle, welche wirklich Wasserfest sind. Das wären der Vivosmart HR, Mio Fuse und das SamrtBand 2 von Sony. Die meisten Geräte vertragen zwar Wasser, wobei es sich allerdings nur um Spritzwasser handelt. Zum Schwimmen und Duschen sind die meisten Geräte nicht geeignet. Hier kommt es also etwas auf den Bedarf an. Wenn du ein eifriger Schwimmer bist wirst du ohne diese Funktion stark eingeschränkt.

Strecke / Distanz

Wen wirklich die zurückgelegte Strecke interessiert ist auf GPS angewiesen. Hier ist mir nur ein Gerät bekannt, welches der Fitbit Surge wäre. Auch dieser war nicht im Test von Stiftung Warentest. Bei manchen lässt sich die Strecke oder Distanz auch über die App am Smartphone auzeichen. Wer viel auf dem Rad unterwegs ist muss sich wohl ein Gerät mit GPS zulegen oder zusätzlich das Tracking per App organisieren. Ansonsten wird keine oder nur eine sehr ungenaue Distanz aufgezeichnet, da keine Schritte gemacht werden. Auf dem Ruderergometer wirst du jedoch immer schlechte Karten haben. Wie mir berichtet wurde, soll der Stepper hingegen beim Fitbit Charge HR gezählt werden.

Schlaftracking

Das Aufzeichnen des Schlafs ist eine nette Sache, wird aber nahezu von jedem Gerät unterstützt. Mindestsens die gesamte Zeit wird von den relevanten Fitnesstrackern berücksichtigt. Daher nehme ich diesen Punkt in meiner Beurteilung außen vor. Hier gab es vor kurzem übrigens auch einen ausführlichen Testbericht in der ct.

Display

Eine Anzeige am Gerät selbst ist bei Fitnesstrackern nicht selbstverständlich. Jawbone sowie Sony sind hier Beispiele für Geräte ohne Display. Jawbone verzichtet bei jedem seiner Fitnesstracker auf jegliche Ausgabe auf dem Gerät. Hier muss über die App am Smartphone gearbeitet werden. Sony bietet zwar ein Modell mit Display an, jedoch verfügt dieses über keinen Sensor. Somit dürfen das SmartBand 2 und das SmartBand SWR30 von Sony nicht verwechselt werden.

Persönlich bevorzuge ich Modelle mit Display. Somit lassen sich die Fitnesstracker zusätzlich noch als Armbanduhr nutzen und auch der aktuelle Status der Schritte oder anderen Angabe ohne großen Aufwand abgelesen werden.

Preis

Natürlich spielt auch immer der Preis eine Rolle. Allerdings bewegen sich alle Geräte, zumindest die relevanten, im gleichen Rahmen. Somit habe ich den Preis außen vorgelassen und gehe auch gleich nicht weiter auf diesen ein.

Stellungnahme und Details zu den Fitnesstrackern

Werfen wir einen Blick auf eine Auswahl von Fitnesstrackern, welche überhaupt in die Auswahl kommen. Anschließend gibt es meine Empfehlung. Doch erst die Stellungnahmen wie Details. Dabei werde ich nicht extrem ins Detail gehen sondern mich auf das wesentliche konzentrieren. Im Verlauf wirst du merken, aus welchem Grund ich das mache. Dabei solltest du auch nicht den Nutzer vergessen, welchen ich im Hinterkopf habe: Ein Gerät für Sportler und die permanente Nutzung.

Garmin Vivosmart HR

Garmin Vivosmart HR Garmin Vivosmart HR © Eigentümer des Fotos:Garmin, Amazon.de* Garmin hat mit dem Vivosmart HR eine wahr Konkurrenz für den Fitbit auf den Markt geworfen. Das Gerät misst die Herzfrequenz in Intervallen, was vollkommen ausreichend ist. Im Ruhemodus ändert sich der Puls nicht permanent. Eine gute Lösung von Garmin. Sehr positiv zu bewerten ist die Wasserfestigkeit. Somit kann das Gerät zum Schwimmen udn beim Duschen getragen werden. Allerdings ist das Touchscreen etwas unpraktisch. Bei Wasser spielt dieses zum Teil verrückt. Auch das Design des Garmin Vivosmart HR sagt mir leider nicht zu. Das Gerät wirkt sehr klobig und macht sich nicht so elegant wie der Fitbit Charge HR. Jedoch mag dies eine Frage des Geschmacks sein. Positiv ist natürlich das Urteil von Stiftung Warentest zu sehen. Besonders zu betonen ist hier die Haltbarkeit. Verwechselt werden darf der Vivosmart HR nicht mit dem Vivosmart. Der Unterschied liegt hier im Sensor am Band. Ohne den Zusatz HR muss ein zusätzlicher Brustgurt für die Messung verwendet werden. Diesen Punkt hatte ich auch bei Stiftung Warentest bemängelt und beschrieben.

Fitbit Charge HR

Fitbit Charge HR Fitbit Charge HR © Eigentümer des Fotos:Fitbit, Amazon.de* Persönlich trage ich den Fitbit Charge HR schon länger als stetigen Begleiter. Die Qualität ist für den Preis vollkommen in Ordnung. Natürlich trägt der Tracker mit der Zeit ein paar Kratzer. Doch das wird bei jedem Gerät auf kurz oder lang der Fall sein. Positiv finde ich definitiv das schlichte und leichte Design. Die Bedienung ist hier extrem einfach und die App gut gestaltet. Die Akkulaufzeit profitiert hier von einem sparsamen Display. Fitbit hat sich meiner Meinung nach auf das wesentliche konzentriert und ist hier Marktführer. Von den Funktionalen her hat auch Fitbit im Test der Stiftung Warentest nicht schlecht abgeschnitten. Bei der Berechnung des Kalorienverbrauchs schlägt er sogar den Vivosmart. Offen bleibt hier jedoch der Vergleich mit dem Vivosmart HR. Der letzte Schliff wäre noch Wasserfestigkeit. Ausführlich habe ich über das Gerät auch hier berichtet. Auch hier ist übrigens Vorsicht geboten, da Verwechslungsgefahr besteht. Der Fitbit Charge verfügt über keinen eingebauten Sensor und zeichnet somit nicht die Herzfrequenz auf. Dadurch ist das Modell etwas günstiger, jedoch nicht wirklich sinnvoll. Somit ist, wie bei dem Modell von Garmin, unbedingt auf den Zusatz HR zu achten.

Polar A360

Polar A360 Polar A360 © Eigentümer des Fotos:Polar, Amazon.de* Der Hersteller Polar ist wohl der bekannteste Was Pulsuhren angeht. Somit lässt sich auch vermuten, dass sein Fitnesstracker gut ist. Doch nur eines der Modelle von Polar verfügt über einen Sensor am Band selbst. Das wäre der Polar A360. Alle weiteren Varianten müssen mit Brustgurt verwendet werden. Allerdings bietet der A360 auch nicht die Möglichkeit der permanenten Messung. Nur im Trainingsmodus wird der Sensor eingeschaltet und verwendet. Zwar kann das Gerät im Wasser verwendet werden, was meiner Meinung nach aber nicht als Gutmachung ausreicht. Somit ist leider auch der Hersteller Polar für den permanenten Einsatz weniger geeignet. Zudem kann der Polar A360 mit einem Preis von über 180 Euro nicht wirklich mithalten.

Mio Fuse

Mio Fuse Mio Fuse © Eigentümer des Fotos:Mio Alpha, Amazon.de* Der Mio Fuse fällt für mich aus der Kaufentscheidung aus da er über keine permanente Herzfrequenzmessung verfügt. Zwar ist das Gerät Wasserfest und kann beim Schwimmen getragen werden, doch das macht für mich den negativen Punkt nicht wett. Wird die Herzfrequenz nur im Trainingsmodus gemessen, so wird das Gerät für mich unbrauchbar.

Sony SmartBand 2

Sony SmartBand 2 Sony SmartBand 2 © Eigentümer des Fotos:Sony, Amazon.de* Auch das SmartBand 2 von Sony scheidet an dieser Stelle aus. Hier haben wir ebenfalls nur eine Messung der Herzfrequenz im Trainingsmodus. Permanent kann dieser nicht genutzt werden, da der Akku zu schnell geleert wird.

Ein weiterer Nachteil ist das fehlende Display, welches ich auch schon zuvor angesprochen habe. Hier muss auch aufgepasst werden, da das SmartBand SWR30 mit einem Display ausgestattet ist. Dieses Gerät verfügt jedoch über keinen Sensor, wie es beim SmartBand 2 der Fall ist.

Samsung Gear Fit

Samsung Gear Fit Samsung Gear Fit © Eigentümer des Fotos:Samsung, Amazon.de* Wie beim Sony sowie dem Mio Fuse fehlt auch hier die permanente Überwachung. So wird auch das Gerät von Samsung in meinen Augen eher unbrauchbar. Zudem ist das Gerät nur mit Andorid nutzbar, was für einige ein Problem sein könnte.

Jawbone UP3

Jawbone UP3 Jawbone UP3 © Eigentümer des Fotos:Jawbone, Amazon.de* In den UP3 von Jawbone haben viele Hoffnungen gesetzt. Auch ich fand dieses Gerät zunächst ansprechend. Doch es hat sich gezeigt, dass der Jawbone scheinbar nur im Design und mit einem hohen Preis überzeugen kann. Zunächst das übliche wie bei den vergangen drei Punkten. Die Herzfrequenz wird hier nicht wirklich gemessen. Noch schlimmer hat Stiftung Warentest extrem Fehlerhafte Ergebnisse festgestellt. Ein weiterer großer Nachteil ist das Fehlende Display. Nun mag das eine Frage des persönlichen Geschmacks sein, doch mich würde es Stören. Wer noch ein Argument gegen den Jawbone UP3 sucht kann wieder auf Stiftung Warentest zurückgreifen: Das Gerät ist mit Schadstoffen belastet. Da es permanent getragen wird ein enorm wichtiger Punkt.

Meine Empfehlung

Nach Sicht auf die Details wird vermutlich klar geworden sein, dass es auf eine Entscheidung zwischen Garmin und Fitbit rausläuft. Diese Frage lässt sich auch am häufigsten in Verbindung mit Fitnesstrackern sehen.

So empfehle auch ich den Garmin Vivosmart HR* oder den Fitbit Charge HR*. Wie schon angesprochen liegen beide im ähnlichen Preissegment. Den Surge von Fitbit* würde ich auch noch empfehlen. Hier ist es jedoch Geschmackssache und eine Frage des Preises. Er bietet hauptsächlich den Mehrwert von GPS, welcher einen netten Aufpreis von 100 Euro mit sich bringt.

Fitbit Charge HR vs. Garmin Vivosmart HR

Fitbit Charge HR vs Garmin Vivosmart HR Fitbit Charge HR vs Garmin Vivosmart HR Bei der Entscheidung zwischen Garmin und Fitbit würde ich persönlich Fitbit wählen. Begründen würde ich das mit der Erfahrung des Herstellers. Er ist primär auf Fitnesstracker aus und hat sich schon in einigen Tests bewiesen. Natürlich schlagen die Geräte keinen Brustgurt, doch das Thema habe ich ja schon diskutiert. Die einzige Funktion, welche mir jedem Gerät von Fitbit fehlt ist die Wasserfestigkeit. Bei der Berechnung des Kalorienbedarfs wurde der Garmin Vivosmart sogar vom Fitbit Charge HR geschlagen. Wobei im Test der Vivosmart mit Brustgurt und nicht der Vivosmart HR eingesetzt wurde. Ansonsten kann besonders das Modell Charge HR mit einem schlichten und für den Alltag geeignetem Design trumpfen. Bugs sind auf Grund der längeren Existenz auf dem Markt wenige zu finden. Vom Garmin Vivosmart HR ist hier anderes bekannt. Die Messung der Distanz ist natürlich bei beiden Geräten als kritisch zu betrachten. Besonders auf dem Fahrrad funktioniert diese nur mit dem Surge von Fitbit, welcher mit GPS ausgestattet ist.

Was ist mit dem BodyMedia?

BodyMedia war lange Zeit der Anbieter mit dem besten Ruf. Ihm wurde eine hohe Genauigkeit nachgesagt. Viele haben sich die Geräte sogar über Umwege nach Deutschlang geholt, da sie hier nicht einfach zu bekommen waren. Nun wird der Dienst von BodyMedia Anfang 2016 jedoch eingestellt. Die Geräte können somit nicht mehr gneutzt werden. Das ist auch der Grund, weshalb ich den BodyMedia bis jetzt nicht wirklich erwähnt habe. Das Gerät hat sicher mit einer hohen Genauigkeit trumpfen können. Das wurde oft belegt. Aus dem aktuellen Anlass haben aber einige Vergleiche durchgeführt und den BodyMedia sowie Fitbit Charge HR parallel verwendet. Hier haben sich kaum Differenzen gezeigt. Das bezieht sich besonders auf die Schritte sowie den Kalorienverbrauch. Ich selbst bin leider nicht im Besitz eines BodyMedia Geräts und kann selbst keinen Test durchführen. Einen öffentlichen Vergleich findest du auf bei  Body Coaches.

In disem Sinne möchte ich den Artikel schließen und hoffe einige interessante Informationen zu dem Thema geliefert zu haben. Auch würde ich mich freuen, wenn ich dir bei der Kauftentscheidung für deinen künftigen Begleiter helfen konnte.
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Tags: Fitnesstracker, Meinung, Vergleich Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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