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Fitbit Charge 3 - Test & Erfahrungen

Geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 17.03.2019 | 1 Kommentare
Nach der Ankündigung vom Fitbit Charge 3 habe ich mir den Fitness Tracker sofort bestellt. Zuvor war der Charge 2 mein treuer Begleiter am Handgelenk. Die Unterschiede zwischen dem Fitbit Charge 2 und Charge 3 haben mich jedoch überzeugt. Nun ist eine Zeit vergangen und es geht um meine Erfahrungen mit dem Charge 3.
 

Fitbit Charge 3 im Test

Vorab kann ich schon sagen, dass mich Fitbit mit seinem Charge 3* überzeugt hat. Ich bereue den Kauf nicht und empfehle den Fitness Tracker auch gerne weiter. Doch lass mich das etwas mehr im Detail erläutern. Da ich ein Umsteiger vom Charge 2 bin, gehe ich auch teilweise auf die Unterschiede ein.

Tragekomfort

Auf den ersten Blick sehen sich der Charge 2 und Charge 3 relativ ähnlich. Das ist auch logisch. Es handelt sich schließlich um die gleiche Serie. Es gibt jedoch Unterschiede im Design, welche ich als Optimierung und Verbesserung sehe.
Der Charge 3 ist relativ flach gebaut und liegt sehr gut am Handgelenk an. Der Charge 3 drück nicht auf den Arm. Dazu ist er mit 29 Gramm extrem leicht und damit quasi kaum zu spüren. Im Vergleich zum Charge 2 ein großer Unterschied. Im Punkt Tragekomfort daher ein Top und volle Punktzahl.

Armband wechseln

Eine sehr schöne und praktische Sache ist das wechselbare Armband. So kann der Charge 3 sehr schnell seine Optik ändern. Durch die vielen nachgemachte Armbänder ist das auch sehr günstig möglich. Ich habe mir natürlich auch direkt ein sportliches Armband für meinen Charge 3 mitbestellt*
Das Wechseln ist beim Charge 3 recht einfach. Es muss lediglich ein kleiner Knopf gedrückt und am Armband gezogen werden. Hier auch wieder eine kleine Verbesserung zum Charge 2. Dort war das Wechseln des Armbands teilweise etwas mühseliger. Natürlich hält das Band am Charge 3 trotzdem bombenfest.

Ein kleiner Hinweis am Rande. Die Armbänder vom Charge 2 sind nicht mit dem Fitbit Charge 3 kompatibel.

Einrichtung

Jetzt wird es für die meisten eventuell etwas spannender. Es geht um die Einrichtung der Fitbit Charge 3. Diese gestaltet sich sehr einfach und auch recht zügig. Der Tracker wird in die Ladestation gesteckt und per App auf dem Smartphone oder PC gesucht.

Anschließend richtet sich der Tracker selbst ein und es muss ein Code zur Koppelung eingegeben werden. Aller einfach und verständlich dargestellt. Das ist aus meiner Sicht generell ein großer Pluspunkt von Fitbit. Der Hersteller hat eine sehr verständliche App für Nutzer entwickelt.

Bedienung

Der Charge 3 wird primär über das Display und einen Touch-Button an der linken Seite bedient. Für Umsteiger vom Charge 2 ist das in den ersten Tagen ungewohnt. Doch schon in der ersten Woche legt sich das ungewohnte Gefühl. Der Unterschied besteht auch darin, dass der Charge 3 mehr Funktionen an der Uhr selbst zulässt.

Von der neuen Bedienung, komplett per Touch, bin ich begeistert. Der Touch-Button funktioniert sehr zuverlässig und wird auch nicht versehentlich bedient. Auch das Touch-Display funktioniert problemlos. Wirklich überzeugend. Ich finde den Touch-Button sogar etwas schöner und angenehmer zu bedienen als den festen Knopf beim Vorgängermodell Charge 2. In der Optik macht sich die Änderung natürlich auch gut. So wirkt der Fitness Tracker schlanker.

Was kann man über das Display machen?

Direkt über den Fitness Tracker, also das Display, lassen sich beim Charge 3 einige Dinge machen und ablesen. Im Vergleich zum Charge 2 ist das Spektrum hier etwas größer.

Tagesübersicht

So lassen sich alle Daten des aktuellen Tages sehr schnell und einfach über den Tracker ablesen. Dazu wird einfach auf dem Display nach oben gewischt.
 
  • Schritte
  • Etagen
  • Distanz
  • Aktive Minuten
  • Schlafaufzeichnung
  • Kalorien
  • Eingetragenes Gewicht
  • Getrunkenes Wasser
  • Anzahl der Trainingstage

Historische Daten von Vortagen lassen sich über das Display allerdings nicht ablesen. Das wäre eine kleine Optimierung und ein Vorschlag für den Charge 4.

Trainingsmodus

Über den Fitness Tracker selbst lässt sich natürlich auch der Trainingsmodus starten. Dabei wird das Intervall der Pulsmessung von 5 Sekunden auf jede Sekunde erhöht. Damit wird eine bessere Genauigkeit gewährleistet. Das ist bei jedem Fitbit mit Pulsmessung der Fall.
Zudem wird beim Trainingsmodus automatsch das Training in die App übertragen. Für eine spätere Einsicht und eine Auswertung des Trainings recht interessant.

Direkt über die Uhr kann auch ausgewählt werden, welches Training ausgeübt wird. Auch hier ist die Bedingung per Touch gut und einfach. Welche Sportart ausgewählt wird spielt nicht direkt eine Rolle. Es dient primär zur Kategorisierung der Sportart und ob GPS genutzt werden soll.

Im Vergleich zum Vorgänger wird der Trainingsmodus bei Bedienung der Taste zunächst pausiert. Erst über das Display wird das Training beendet. Hier ist es Ansichtssache ob das gut oder schlecht ist. Die Gefahr das Training versehentlich zu beenden ist damit geringer. Allerdings muss eine Bedingung mehr gemacht werden um das Training abzuschließen.

Relax

Bei Fitbit gibt es bei einigen Modellen die Funktion Relax. Das ist auch beim Charge 3 der Fall. Hierbei handelt es sich um geführte Atemübungen. Das habe ich auch schon im Test vom Fitbit Charge 2 vorgestellt.

Das ganze wird über das Display angesteuert. Zur Auswahl gibt es hier 2 und 5 Minuten. Dabei geht es darum kontrolliert zu atmen und dadurch den Puls zu senken. Eine nette Funktion, die ich persönlich in der Praxis so gut wie nie nutze.

Wetter

Ein neues Feature beim Fitbit Charge 3 ist die Wetteransicht. Direkt über das Display kann das aktuelle Wetter sowie die Wettervorhersage eingesehen werden. Natürlich kann hier der Standort per App eingestellt werden. Eine kleine und auch nette Funktion.

Timer, Countdown und Wecker

Über das Display selbst kann ein Timer oder auch ein Countdown gestartet werden. Für viele sicherlich eine nützliche Funktion. Der Wetter kann allerdings nicht über den Charge 3 direkt gestellt werden. Das geschieht über die Fitbit App.

Der Wecker für sich ist eine nette Funktion, da er über Vibrationsalarm funktioniert. Hier braucht man auch keine Angst haben. Das vibrieren bekommt man sehr gut mit. Anfangs hatte ich Angst, dass ein vibrieren am Arm kaum reicht um mich aus dem Schlaf zu holen.

Ein kleiner Nachteil am Wecker ist jedoch, dass es er keine intelligente Weckfunktion hat. Der Wecker schlägt exakt zur eingestellten Uhrzeit an. Ein intelligenter Wecker klingelt innerhalb eines Zeitraums (meist 30 Minuten) und weckt in der perfekten Schlafphase. Somit ist man wacher, obwohl man eventuell weniger geschlafen hat. Doch das näher zu analysieren ginge hier etwas zu weit. Auch das wäre jedoch eine nette Funktion für den Charge 4 oder generell alle Fitbit Modelle

Ziffernblatt

Bei dem Charge 3 kann das Ziffernblatt geändert werden. Allerdings hat Fitbit die Auswahl hier auf vordefinierte Ziffernblätter eingeschränkt. Das ist ein Unterschied zwischen dem Fitbit Charge 3 und der Versa. Bei der Fitbit Versa können eigene Ziffernblätter erstellt und ausgewählt werden.

Die Fitbit App

Die Fitbit App hat mich schon lange überzeugt. Im Punkt der App hebt sich die Marke Fitbit auch stark von anderen Mitbewerbern ab. Die Bedingung der App ist sehr einfach, logisch und verständlich gestaltet. Besonders für die meisten der richtige Aufbau. Großes Lob an Fitbit für die Leistung.

Die App gibt es für Android, iOS und sogar Windows. Auf jedem System sieht die App fast identisch aus, was für das zurechtfinden sehr angenehm ist.

GPS

Der Fitbit Charge 3 hat zwar kein verbautes GPS, kann jedoch connected GPS. Dabei wird der Fitness Tracker mit dem Smartphone verbunden. So kann dieser das GPS vom Smartphone nutzen. In der Praxis klappt die Verbindung bei mir ohne Probleme und zeichnet die Strecken auf.

Es gibt auch keine Abrisse in der Aufzeichnung, wie es bei manchen Geräten der Fall ist. Bei der Verwendung von connected GPS sollte jedoch der Stromsparmodus vom Smartphone deaktiviert sein. Ansonsten kann es zu aussetzten kommen, da das Smartphone die Verdingung oder GPS Aufzeichnung unterbricht.

Wasserdicht & Schwimmen

Für mich war die Eigenschaft wasserdicht ein wichtiger Faktor für den Umstieg auf den Charge 3. Da ich auch gerne schwimme, eine praktische Sache. Zuvor hatte ich an solchen Tagen immer Lücken in der Aufzeichnung.

Bis zu 50 Meter Tiefe ist der Fitness Tracker wasserdicht. Eingestuft ist das Gerät mit 5 ATM. Damit gibt es keine zeitliche Begrenzung der Wasserzeit.

Beim ersten Duschen habe ich natürlich aus Gewohnheit als erstes den Charge 3 ausgezogen. Insgesamt macht der Charge 3 im Wasser jedoch eine gute Figur. Ein häufiges Problem beim Einsatz im Wasser ist das Touch-Display. Viele Displays fangen an zu spinnen und Funktionen auszulösen. Beim Charge 3 jedoch nicht. Das Display bleibt aus und macht keine komischen Sachen.

Der Charge 3 ist nicht nur wasserdicht, sondern auch zum Schwimmen geeignet. Dabei kann der Fitness Tracker Bahnen auzeichnen und die Schwimmeinheit auswerten. Mehr dazu kannst du im Artikel "Schwimmen mit Fitbit" nachlesen. Dort findest du auch ein paar Eindrücke davon.

Ladestation

Wie jeder Fitbit hat auch der Charge 3 wieder seine eigene Ladestation. Ich finde es etwas schade, dass Fitbit hier keine Einheitliche Möglichkeit schafft. Am besten wäre natürlich ein Standard wie USB Typ C oder Micro USB.
Zumindest ist die Ladestation für sich gut in der Funktion. Der Tracker lässt sich leicht anbringen und auch einfach wieder rausnehmen. Es muss nicht lange hantiert werden. Die Station ist sogar etwas besser bedienbar als die vom Charge 2.

Fitbit Charge 3 vs Charge 3 Special Edition

Den Charge 3 gibt es auch als Special Edition. So besonders ist die Sonderedition jedoch nicht. Der Unterschied zwischen dem Charge 3 und dem Charge 3 als Special Edition liegt in den verfügbaren Farben und der Funktion Fitbit Pay.

Fitbit Pay ist eine Funktion um kontaktlos zu bezahlen. Aktuell ein wachsender Trend, der auch in Deutschland endlich Fuß fasst. Ich selbst bin ein großer Fan davon und habe mir daher auch die Charge 3 als Special Edition gekauft.

Das Ganze funktioniert jedoch nicht so schön wie ich mir das gewünscht habe. Fitbit Pay ist nur mit ausgewählten Banken möglich. Genauer gesagt mit einer Bank und einem Bezahldienst. Meine Bank wird daher nicht unterstützt. Eine Überbrückung per PayPal, wie bei Google Pay, ist hier leider nicht möglich. Fitbit Pay unterstützt nämlich kein PayPal. Im Artikel über Fitbit Pay und die Probleme habe ich das Thema etwas genauer beschrieben.

Zur Sonderedition des Charge 3 lässt sich damit sagen: Es lohnt sich nicht. Der Fitbit Charge reicht in der normalen Ausführung aus.

Hat sich der Umstieg vom Charge 2 auf den Charge 3 gelohnt?

In meinem Vergleich zwischen dem Fitbit Charge 2 und Charge 3 habe ich auf den Charge 3 geschworen und meinen Umstieg angekündigt. Nun stellt sich die Frage, ob ich das Upgrade befürworte oder doch bereue.

Für mich hat sich der Umstieg auf den Charge 3 gelohnt und ich bin richtig zufrieden. In der Praxis macht der Charge 3 ein sehr gutes Bild und auch optisch einen eleganteren Eindruck. Ich würde daher wieder upgraden und es auch dir empfehlen. Wobei du nicht zur Special Edition greigen musst. Es reicht der Charge 3 in der normalen Ausführung*. Natürlich ist der Charge 2 nicht schlecht. Doch der Charge 3 ist schon etwas schöner.

Kann ich den Fitbit Charge 3 empfehlen?

Abschließend noch ein kleines Fazit aus dem Test, welches positiv ausfällt. Ja, ich kann den Charge 3 empfehlen. Fitbit ist generell für die meisten die richtige und eine sehr gute Wahl. Die Geräte von Fitbit liegen im guten Preissegment, funktionieren und sind sehr einfach zu verwenden.

Wenn du etwas weniger investieren möchtest ist auch der Fitbit Inspire HR* aus dem Jahr 2019 eine gute Wahl. Die Unterschiede zwischen dem Fitbit Inspire HR und Charge 3 sind recht gering. Insgesamt ist der Charge 3 jedoch das Modell mit etwas mehr Funktionsumfang.

Für extreme Sportler kann Garmin teilweise eine bessere Wahl sein. In der Funktion ist Garmin allerdings etwas umständlicher und komplexer. Auch in der Optik schneiden viele Modelle nicht so gut ab. Wenn du einen guten Fitness Tracker von Garmin möchtest, musst du jedoch etwas tiefer in die Tasche greifen. Nennenswert ist hier der Garmin vivoactive*.

Der Garmin vivosmart 4 liegt hier im gleichen Preissegment wie der Charge 3. Im Vergleich zwischen Fitbit Charge 3 und Garmin vivosmart 4 schneidet Garmin jedoch deutlich schlechter ab.

Wenn du noch weitere Fragen zum Charge 3 hast du einen Blick in unsere Fitbit Charge 3 FAQ anschauen. Natürlich kannst du auch einen Kommentar hinterlassen.
Tags: Fitit, FitbitCharge3, FitbitCharge, Testbericht Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Kommentare, Meinungen & Ergänzungen
Gast (Rosi)
09.09.2019 09:36
Profiltyp: Gast
Ich muss sagen, dass ich inzwischen sehr enttäuscht bin. Ich hatte die erste Charge, bin dann umgestiegen auf die Charge HR2 und seit ca. März d.J. benutze ich die Charge HR 3.
Nachdem ich zwei Monate später ein Austauschmodell erhalten musste, weil das Gerät sich nicht mehr aufladen ließ, es wurde nur heiß am Strom, habe ich gedacht, alles ist ausgestanden.

Aber weit gefehlt. Seit ca. Ende Juni/Anfang Juli werden bei mir keine Herzfrequenzen mehr angezeigt, wenn ich mit Aufzeichnung und GPS laufen gehe.
Da ich die Überprüfung der Herzfrequenz benötige, habe ich mich an den Support gewendet. Und bekomme seitdem nur spärliche Hinweise, was ich mit dem Gerät tun muss, um den alten Zustand zu bekommen.

Aber was da kommt, sind nur allgemeine Neukoppeln- oder Kaltstart-Reset-Vorschläge. Nichts führt zu einem Ergebnis.

Da dieser Wegfall der Herzfrequenzzonen in dem Ergebnis nach GPS-Läufen nach einem Geräteupdate begonnen hat, bin ich der Meinung, dass das so gewollt sein könnte. Denn es soll eine neue Fitbit-App als bezahlbare Proversion mit zusätzlichen Features geben. Die "normale" App wird ja seit August auch fleißig umgebastelt.

Wenn ich ohne Aufzeichnung laufen gehe, dann wird im erkannten Ergebnis wie immer auch die Herzfrequenz angezeigt.

Für mich persönlich ist Fitbit Charge HR3 einfach nur noch enttäuschend.
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