Xiaomi Mi Band 4 vs 3 - Wo sind die Unterschiede?

Geschrieben von Lucas B | Zuletzt aktualisiert am 17.06.2019 | Keine Kommentare |
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Xiaomi Mi Band 4 vs 3 - Wo sind die Unterschiede? Das Xiaomi Mi Band 4 ist der Nachfolger des Mi Band 3. In der dritten Version war das Mi Band definitiv eine sehr gute Wahl, wenn es um einen günstigen Fitness Tracker unter 50 Euro geht. Damit ist das Mi Band besonders für Einsteiger eine interessante Wahl. Lange hat das Mi Band 4 auf sich warten lassen und nun wirft es Fragen auf:
 

Vergleichstabelle

Empfehlung
Xiaomi Mi Band 4 Xiaomi Mi Band 3
HR-Funktion 24/7 Ja Ja
Display vorhanden Ja Ja
Farbdisplay Ja Nein
Displaydiagonale 0,95 in 0,78 in
Gewicht 22 g 20 g
Wasserdicht Ja Ja
GPS Über Handyverbindung Über Handyverbindung
Verbautes NFC Ja Nein
Mobiles Bezahlen (NFC) Nein Nein
Wechselbares Armband Ja Ja
Musiksteuerung Ja Nein
Interner Musikspeicher Nein Nein
BT Version 5 4.2

 

 

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Unterschiede - Mi Band 4 vs 3

Schauen wir uns die Unterschiede und auch Gemeinsamkeiten des Mi Band 3 sowie Mi Band 4 etwas genauer im Detail an.

Display, Größe & Gewicht

Auf den ersten Blick auffällig ist natürlich das Display. Im Vergleich zum Mi Band 3 hat das Xiaomi Mi Band 44 ein etwa 40% größeres Display. Ein Upgrade, welches defintiv angebracht ist. Es gibt kaum noch Fitness Tracker, welche ohne Display ausgeliefert werden. Auch kleine Displays schwinden immer mehr. Anwender wollen immer mehr auf den Armbändern selbst sehen und steuern können. Auch hier legt das Mi Band 4 nach.

Kurz noch zum Display. Im Gegensatz zum Mi Band 3 hat der Hersteller das Mi Band 4 mit einem farbigen Display ausgestattet. Damit gibt es auch einen Unterschied zwischen dem Fitbit Charge 3 und dem Mi Band 4. Der beliebte Charge 3 von Fitbit verfügt nämlich nur über ein Display ohne Farbe. Mehr dazu findest du in meinem Test zum Fitbit Charge 3.

Das Gewicht fällt bei dem neueren Mi Band 4 mit 22 Gramm etwas höher aus. Das Mi Band 3 bringt nur 20 Gramm auf die Waage. Bemerkenswert oder relevant ist das jedoch nur sehr geringfügig.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit war schon beim Mi Band 3 mit bis zu 20 Tagen ein Kracher. Jede Konkurenz wurde damit ausgestochen. In der Kapazität legt Xiaomi beim Mi Band 4 etwas nach. In Zahlen:
 
  • Mi Band 3: 110 mAh
  • Mi Band 4: 135 mAh

In der Akkulaufzeit wird sich das jedoch kaum bemerkbar machen, da das Mi Band einen größeren Energieverbrauch hat. Hauptgrund dafür ist das deutlich größere Display, welches auch noch Farben darstellen kann. Dass Displays ein großer Stromfresser sind, wirst du von deinem Smartphone sicherlich wissen.

Die Akkulaufzeit wird sich daher gleich halten. Zu bemängeln ist das natürlich in keinem der beiden Fälle.

Ladestation

Das Mi Band 3 musste zum Aufladen immer aus seinem Armband genommen werden um mit der Ladestation geladen werden zu können. Bei dem Nachfolger ist das nicht mehr notwendig. Das Mi Band 4 hat die Kontakte zum Aufladen an der Unterseite des Geräts. Damit kann das Mi Band 4 auch mi Armband in die Ladestation gehangen werden. In meinen Augen recht praktisch.

Weiterhin muss das Mi Band allerdings zum aufladen ausgezogen werden. Ein Aufladen am Arm ist leider nicht möglich. Das ist jedoch keine Kritik an Xiaomi oder dem Mi Band. Es gibt noch keinen Hersteller, der das untersützt. Ich würde mir hier ein Induktives Laden wünschen, so dass der Fitness Tracker am Arm geladen und wirklich permanent getracken werden kann. Allerdings ein kleines i-Tüpfel am Rande.

Fitness-Funktionen

Nach wie vor kann das Mi Band Schritte, Etagen und die mittlerweile Grundlegenden Fitnessdaten messen. Das Tracking für sich will Xiaomi mit dem Nachfolger jedoch noch verbessert haben.

Zudem erkennt das Mi Band 4 mehr Aktivitäten als der Vorgänger. Dabei erkennt der neue Fitness Tracker zum Beispiel Radfahren, Laufen, Wandern sowie viele weiter Sportarten und Aktivitäten.

Auch wenn viele dem Argument wiedersprechen. An dieser Stelle sei erwähnt, dass die Technologien der Marktführer doch besser sind. Dazu gehören zum Beispiel der Fitbit Charge 3 und Samsung Gear Fit 2 Pro. Dafür liegen die Modelle preislich höher. Für den Preis ist das Mi Band 4 weiterhin eine gute Wahl. Auch im Bereich des Trackings.

Schwimmen

Neu ist das Tracking von Schwimmeinheiten. Zwar ist auch schon das Xiaomi Mi Band 3 wasserdicht, allerdings hatte es diverse Probleme im Wasser. Tracking des Schwimmen war hier nicht möglich. Zudem gab es Probleme bei der Bedienung des Displays im Wasser.

Musiksteuerung und smarte Funktionen

Das Mi Band 4 hebt sich aus seiner Kategorie etwas ab. Es besteht die Möglichkeit Musik am Smartphone zu steuern. Das können nur wenige kleine Fitness Tracker. Selbst der führende Fitbit Charge 3 kann das nicht.

Ich selbst vermisse diese Funktion zwar nie. Doch es ist ein Unterschied zum Mi Band 3.

Neben der Musik können Smartphones von Xiaomi ebenfalls gesteuert werden. Die großen Steuerungen beschränken sich jedoch auf das eigene Ökosystem. Die Steuerungen für ein iPhone oder anderes Android-Gerät sind deutlich weiter eingeschränkt. Benachrichtigungen gibt es doch natürlich weiterhin.

GPS

Im Punkt GPS gibt es keine Neuigkeiten. Weiterhin kann auch das Mi Band 4 nur mit Verbindung des Smartphones GPS nutzen. Damit hat das Mi Band 4, ebenso wie das Mi Band 3, kein verbautes GPS im Gerät.

Persönlich finde ich das etwas schade, da sich das Mi Band 4 damit deutlich von Mitbewerbern hätte abheben können. Es gibt kaum kleine Fitness Tracker mit verbautem GPS. Die beiden älteren Fitness Tracker Samsung Gear Fit 2 Pro sowie Garmin vivosport sind hier eine Ausnahme. Wobei der vivosport optisch und in der Funktion kaum eine Alternative ist.

NFC

Das Mi Band 4 ist mit NFC ausgestattet. Hier gibt es jedoch zwei Varianten des Mi Band 4. Eine, welche NFC hat und eine ohne NFC. Offiziell werden wir in Europa und den USA nur die Version ohne NFC kaufen können.

Für uns ist das allerdings recht unrelevant. Wir können außerhalb von China und Asien nichts mit dem NFC anfangen. Damit hält sich die Freude hält sich für Europäer und Personen außerhalb von China in Grenzen. Bezahlen oder Zutritte können nicht mit dem Armband geregelt werden. In China hingegen gibt es hier viele sehr praktische und nette Funktionen. Zum Beispiel die Zutrittskontrolle zur Bahn.


Selbst Fitbit, als bekannte Marke, hat Probleme Fitbit Pay in Deutschland groß zu machen. Das liegt jedoch primär an den Banken und Kooperationspartnern, welche sich noch nicht auf das System eingelassen haben.

Es könnte jedoch sein, dass es für Entwickler die Möglichkeit gibt den NFC Chip anzusprechen und zu nutzen. Dann kann mit dem NFC zumindest gespielt werden. Für die meisten von uns wird das jedoch nicht relevant sein. Zudem werden auch diese Probleme haben eine ofiziell Bezahlmethode zu implementieren.

Bluetooth

Im Vergleich zu Mi Band 3 ist das Mi Band 4 mit Bluetooth 5 ausgestattet. Der Vorgänger hat noch die Version 4.2 an Board. Für die Kaufentscheidung nicht unbedingt das ausschlaggebende Kriterium, doch erwähnenswert.

Sprache

Die Sprache war bei dem Mi band schon immer ein Thema. Zunächst kommt auch das Mi Band 4 wieder nur mit Chinesicher Sprache auf den Markt. Als nächste Sprache ist Englisch angekündigt. Danach sollen auch weiteren Sprachen folgen.

Sprachassistent

Als einer der wenigen kleinen Fitness Tracker hat das Mi Band 4 ein Mikrofon verbaut. Auch das ist ein Unterschied zum Mi Band 3.

Über das Mikrofon steht ein Sprachassistent zur Verfügung, welcher jedoch für Europa und die USA nicht wirklichbar ist. Die Sprache beschränkt sich hier auf Chinesisch. Damit ist dieser Bonus, ebenso wie NFC, nur für die Chinesen vorbehalten.

Wechselbares Armaband

Optisch weiterhin positiv: Das Armband kann auch beim Mi Band 4 gewechselt werden. Bei Fitness Trackern hat sich das wechselbare Armband sehr etabliert, was mich persönlich freut. Somit lässt sich die Optik schnell und einfach anpassen.

Die Auswahl ist meist sehr groß. Durch nachbauten wächst der Markt an günstigen Armbändern immer rasch. Damit bist du nicht mehr nur auf die Auswahl vom Hersteller selbst eingeschränkt. Lediglich das Gerät (Modul) selbst ist für die Funtkion des Fitness Trackers von Bedeutung.

Neukauf - Mi Band 4 oder Mi Band 3?

Grundsätzlich würde das Mi Band 3* reichen. Aus meiner Sicht macht es jedoch keinen Sinn den schlechteren Fitness Tracker bei den günstigen Preisen zu kaufen. Mit dem Mi Band 4* bekommst du ein paar Upgrades, welche sich lohnen.
 
  • Größeres Display
  • Farbdisplay
  • Mehr Steuerung (Musik und Smartphone)
  • Schwimmtracking

Kleiner Nachteil: Weiterhin hast du kein verbautes GPS und musst mit einer Verbindung zu deinem Handy arbeiten. Doch das ist auch beim Mi Band 3 und fast allen Konkurenten in der Preisregion bis 150 Euro der Fall.

Preislich liegt auch das Mi Band 4 wieder unter 50 Euro*. Damit gehört der Xiaomi Fitness Tracker weiterhin zu den serh günstigen Geräten auf dem Markt.

Lohnt sich ein Umstiegt vom Mi Band 3 auf das Mi Band 4?

Meiner Meinung nach lohnt sich ein Upgrade auf das Mi Band 4*. Der neue Fitness Tracker sieht schicker aus, als das Mi Band 3*. Verantworlich dafür ist mit das größere Display.

Neben der Optik trumpft das Mi Band 4 auch noch mit verbesserten Funktion. Es besteht die Möglichkeit für mehr Steuerung über das Band selbst sowie optimiertes Tracker von Fitness und Aktivität. Neu ist auch das Schwimmtracking.

Es gibt jedoch auch Kritikpunkte, welche sich auf beide Mi Bands aussprechen lassen. Das wäre zunächst das fehlende verbaute GPS. Es besteht nur die Möglichkeit GPS per Smartphone zu nutzen.

Zudem gibt es Eingeschränkten bei Verbindungen zu anderen Fitness Apps. Wer es gerne leicht und einfach hat ist sicher mit einem Gerät von Fitbit, Garmin oder Samsung besser bedient. Der höhere Preis kommt zum Teil auch von der deutlich besseren App. Mehr dazu findest du auch im Vergleich zwischen Fitbit Charge 3 und Xiaomi Mi Band 3.
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Tags: Fitnesstracker, Produkttest, FitnesstrackerVergleich, Xiaomi, MiBand Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht. Die letzte Aktualisierung war am .
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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