Ring Dips erlernen

Geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 25.04.2014 | Keine Kommentare
Dips gehören zu den Übungen, welche jeder Kraftsportler kennen sollte. Neben dem Trizeps werden noch die Brust- und Schultermuskulatur beansprucht. Doch bei Dips denken die meisten an die gewöhnlichen Dips am Barren oder sogar zwischen den Bänken. Durch Crosstraining ist die Ausführung an Ringen deutlich in den Vordergrund gerückt worden. Statt sich zwischen zwei Stangen, dem Barren, hochzudrücken, werden die festen Barren durch flexible Ringe ersetzt. In diesem Artikel gehe ich darauf ein, weshalb du die Ring Dips bevorzugt behandeln solltest und wie du es schaffst diese sicher zu beherrschen.

Was ist an den Ring Dips besser?

Im Gegensatz zum Barren sind die Ringe flexibel, also bewegen sich und bleiben nicht starr wie die Holme des Barrens. Der Vorteil dabei liegt, wie jeder sicher vermutet, im Trainingserfolg. Da sich die Ringe hin und her bewegen können, bist du selbst dafür verantwortlich, dass du eine sichere und stabile Ausführung hinbekommst. Es wird wesentlich mehr Körperspannung und Koordinationsfähigkeit gefragt. Die Dips werden durch die Ringe also zu einer noch komplexeren Übung. Weiter Gründe für die Ring Dips findest du im Artikel "Warum Ring Dips?".

Die Vorbereitung

Um die Dips an Ringen ausüben zu können, brauchst du selbstverständlich zunächst ein Paar Ringe. Ich empfehle hier Holzringe. Ausführlich begründet habe ich das in einem eigenen Artikel.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Ringen. Dabei liegt der Hauptunterschied im Material der Ringe selbst. Es gibt Gymnastikringe aus Plastik, Holz und Metall. Verwendbar sind davon alle drei Typen.

reislich sind die Ringe aus Plastik am günstigsten. Wobei sich die Lage in den vergangenen Jahren doch deutlich geändert hat. So sind die Preise für gute Ringe aus Holz gesunken. Mit ein Grund, weshalb ich diese empfehle. Konkret kann ich die Holzringe von Laukowind* nahelegen, da sich diese im mittleren Preissegment befinden. Natürlich ist es auch möglich in einer Sporthalle nach alten Ringen zu fragen.

Beim Kauf der Ringe sollte zudem auf den Durchmesser der Ringe selbst geachtet werden. Es gibt Varianten für Kinder, wo der Durchmesser recht klein ist. Ein Durchmesser von ca. 17 cm, wie bei den Turnringen von Laukowind, ist gut gewählt. Zusätzlich sollte noch auf die Gurte geachtet werden. In der Regel ist das gegeben. Falls keine Gurte beigelegt sind, müssen diese noch separat gekauft werden. Hierfür reichen gewöhnliche Spanngurte* vollkommen aus.

Um die Ring Dips ausüben zu können, müssen die Ringe an der Decke oder einem Balken befestigt werden. Hierfür gibt es viele Alternativen. Auch in deinem gewöhnlichen Fitnessstudio lassen sich die Ringe an einem Crossover-Seilzug oder der Klimmzugstange befestigen. In meinem kleinen Home-Gym hängen die Ringe aktuell an der Klimmzugstange. Mit dem Aufhängen der Ringe ist die Vorbereitung für die Übung abgeschlossen.

Die Ausführung

Nun kommt der etwas anspruchsvollere Teil der Ring Dips - Die Ausführung. Da die Ringe beweglich sind, ist dies zu Anfang recht schwer und ungewohnt. Durch eine gute Körperspannung bleibt das Schwanken aus. Ich kann schon jetzt sagen, dass sich dieses Problem mit etwas Übung zügig legt.

Eine Grundlegende Regel für die Ring Dips lautet "Die Hände in die Taschen drücken", was ich auch gerne als den Trick für Ring Dips bezeichne. Natürlich sollen die Hände nicht wirklich in die Taschen gesteckt werden, jedoch ist die Stellung der Hände die ganze Zeit so, als ob du sie in die Hosentaschen stecken wollen würdest. Der Druck geht also diagonal nach vorne. Wenn du diese Regel einhältst hast du schon fast gewonnen.

Der Rest der Ausführung ähnelt sehr den normalen Dips. Im Folgenden erläutere ich die einzelnen drei Schritte der Ausführung genauer.

1. Startposition

Zu Anfang greifst du beide Ringe und stellst dich zwischen diese. Um die vollständige Startposition einzunehmen, springst du nun nach oben und streckst die Arme durch, so dass du in den Ringen stehst. Die Ringe werden dabei nach der Grundregel an den Körper gedrückt.

2. Absenken

Nachdem die Startposition eingenommen ist, geht es los. Nun wird der Körper durch das Anwinkeln der Arme abgesenkt. Dies ist genau wie bei den Dips am Barren. Die Arme bleiben während der ganzen Ausführung eng am Körper. Die Unterarme sollten dabei möglichst im rechten Winkel zum Boden stehen. Du solltest du tief gehen, wie du nur kannst. Je tiefer die Ausführung ist, desto effektiver ist die Übung.

3. Hochdrücken

Hast du deinen Körper erfolgreich abgesenkt, wird der Körper wieder mit Kraft nach oben gedrückt. Auch hierbei sollte die Grundregel der Hände beachtet werden und die Arme eng am Körper bleiben. Solange noch mehr Wiederholungen folgen, solltest du nicht komplett in die Startposition zurückgehen. Das heißt, dass die Arme nicht komplett durchgestreckt werden sollten.

Um meine Worte zu unterstreichen möchte ich dir noch gerne eine Video mit an die Hand geben, welches auch mir beim Erlernen der Ring Dips geholfen hat. Da ein Bild schon mehr sagt als tausend Worte, ist ein Video schließlich unbeschreiblich.

Klicke um das Video zu laden

Tipps für die Dips an Ringen

Zu der grundlegenden Ausführung kann ich noch ein paar Tipps geben, um das Erlernen der Übung zu erleichtern und den Spaßfaktor zu erhöhen. Es klingt merkwürdig, doch nach etwas Übung und wenn die Dips an Ringen klappen, können diese wirklich Spaß machen.

1. Körperspannung

Bei der Ausführung an den Ringen ist die Körperspannung ein sehr wichtiges Element. Durch eine gute Körperspannung beugst du dem Schwanken vor und kontrollierst die Durchführung. Ein Punkt, weshalb die Ring Dips beim Crosstraining eine wichtige Rolle spielen.

2. Hände in die Taschen

Diesen Tipp habe ich im Grunde schon bei der Ausführung angesprochen. Während der kompletten Ausführung sollten die Hände diagonal nach vorne gedrückt werden. Du tust also so, als ob du deine Hände mit viel Kraft in die Hostentaschen drücken möchtest.

3. Die Beine

Für viele ist es leichter, wenn die Beine während der Durchführung angewinkelt und gekreuzt sind. Dies wirst du sicher auch von den Dips am Barren kennen. Durch diese Beinstellung kann die Körperspannung besser werden.

4. Mehr Power durch Gewicht

Auch bei Ring Dips ist die Ausführung mit Zusatzgewicht denkbar und sinnvoll. Sobald du viele Dips an den Ringen am Stück ausführen kannst, ist es sinnvoll Gewicht hinzuzunehmen. Wenn du keinen Gürtel für Zusatzgewicht hast, kannst du dir ganz einfach einen selber bauen oder auch günstig kaufen*. Auf diesem Weg kannst du deine Kraft noch mehr fordern und ausbauen. Nur durch Dips mit dem Körpergewicht wirst du deine Kraft auf Dauer nicht weiterentwickeln können. Jedoch solltest du mindestens 15 Dips ohne Unterbrechung schaffen, bevor du beginnst Gewichte hinzuzunehmen.

Abschließende Worte

Wer wirklich Kraft aufbauen möchte, dem sollte klar sein, dass komplexe und freie Übungen zu bevorzugen sind. Da die Dips an Ringen noch komplexer und anspruchsvoller sind, als am Barren, sind auch diese bevorzugt zu behandeln.

Besonders für die Kraft empfiehlt es sich diese auch noch mit Zusatzgewicht auszuüben. Ich lege jedem nahe die Ring Dips zumindest auszuprobieren. Du solltest dich auch keinen falls schämen diese in einem normalen Studio zu testen. Mittlerweile gibt es sogar in manchen Studios wie FitX Turnringe. Sicherlich werden die anderen Leute schauen und verwundert sein. Doch die meisten sind dabei eher erstaunt und selbst nicht in der Lage zu einer solchen Leistung.

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Erfolg und Spaß bei den Dips an Ringen. Wenn wir schon bei Übungen mit dem eigenen Körpergewicht sind. Klimmzüge stehen neben den Dips hier ebenfalls ganz weit vorne. Wie du hier mehr Wiederholungen schaffst und wo mögliche Probleme liegen können findest du hier: "Warum schaffe ich nicht mehr Klimmzüge?"
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Tags: Dips, Ring Dips, Ringe, Kraft Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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