Die Banane im Sport

Geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 28.05.2014 | Keine Kommentare
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In diesem Artikel geht es um eine Frucht, welche wohl jedem Sportler bekannt ist: Die Banane. Fast jedem Menschen schmeckt die gelbe, meist gebogene Frucht. Auch als Lieferant für schnelle Energie ist die Banane bekannt. Häufig sieht man im Ausdauersport auch Verwendung der Banane. So wird bei langen Läufen oder auch Radrennen oft zur Banane gegriffen, um schnell neue Energie zu bekommen. Doch gibt es noch ein paar Fakten, welche eventuell nicht jedem bekannt sind, dennoch nicht uninteressant sind.

Die Banane verändert sich

Wie jede Frucht, unterliegt auch die Banane dem Prozess der Reifung. Die Banane gehört sogar zu den Obstsorten, welche auch noch nach der Ernte weiterreifen. Durch diesen Prozess entsteht für den Sportler eine sehr interessante Veränderung der Wirkung der Banane.

Bananen verändern über die Zeit ihre Farbe. So sind sie anfangs grün, werden gelb und schließlich braun. Unreife Bananen sind grün und werden mit der Reifung gelb und abschließend braun.

Grundsätzlich gilt: Je reifer die Banane, desto mehr Zucker enthält sie. Dies ist ein Prozess, welcher im Übrigen bei jeder Frucht, Obst oder Gemüse, der Fall ist. Durch diese Veränderung erhöht sich der GI (glykämische Index) und somit auch die GL (glykämische Last). Während diesem Prozess verringert sich der Stärkegehalt von 70 Prozent auf etwa 30 Prozent. Der Zuckeranteil hingegeben erhöht sich dabei jedoch um denselben Anteil. Wo bei reifen Bananen das Verhältnis von Stärke zu Zucker bei etwa 20:1 liegt, ändert sich dies mit der Zeit zu einem umgekehrten Verhältnis von 1:20. Diese Veränderung lässt sich auch geschmacklich bemerken. Eine reife Banane schmeckt wesentlich süßer, als eine unreife Frucht. Dies beruht nur auf dem erhöhten Zuckeranteil.

Wie wird die Banane sinnvoll eingesetzt?

Da wir nun wissen, wie die Banane sich mit der Zeit verändert, stellt sich noch die Frage, was uns dieses Wissen bringt. Hierbei spielt der glykämische Index (GI) beziehungsweise auch die glykämische Last (GL) eine große Rolle. Je reifer eine Banane ist, desto mehr Zucker enthält sie. Folglich erhöht sich der glykämische Index, da mehr kurzkettige Kohlenhydrate vorliegen. Die Energie wird vom Körper daher schneller aufgenommen. Der Kaloriengehalt ändert sich hierbei jedoch nicht. Dies ist ein grundsätzliches Problem, über welches sich viele nicht im Klaren sind. Ob es sich um kurzkettige Kohlenhydrate (Zucker) oder langkettige Kohlenhydrate (Stärke) handelt, hat keinerlei Auswirkungen auf die Energie, also Kilokalorien. Bei den Nährwertangaben wird 1 Gramm Kohlenhydrate als 4 Kilokalorien gezählt. Dabei ist die Wirkung auf den Körper erblich unterschiedlich.

Nach dem Training sind unsere Glykogen-Speicher geleert. Durch das harte Training wird die Energie aus diesen genommen, bevor die Fettreserven anempfiehlt vorgezapft werden. Somit ist es nach dem Training sinnvoller reife Banane, also Früchte mit mehr Zucker zu konsumieren um die Speicher schneller wieder aufzufüllen. So wird verhindert, dass der Blutzuckerspiegel absackt. Auch während dem Training sollte, falls es gemacht wird, zu eher reifen Früchten gegriffen werden. Vor dem Training empfiehlt es sich mehr unreife Früchte, also mehr Stärke, zu konsumieren. Auf diesem Weg steigt der Blutzuckerspiegel nicht so stark an.

Beim Einsatz sollte jedoch auch beachtet werden, dass die Banane mit etwa 96 Kilokalorien zu den Kaloriendichtesten Obstsorten gehört. Erdbeeren oder auch andre Waldbeeren sind von Kaloriengehalt wesentlich geringer bestückt.

Mikronährstoffe

Auch für Mitrkonährstsoffe, also Vitamine und Mineralstoffe, ist die Banane eine gute Quelle. Besonders interessant ist hier der Gehalt an Kalium. Eine durchschnittliche Banane wiegt heutzutage rund 110 bis 130 Gramm. Bereits 100 Gramm Banane decken 20 Prozent unseres täglichen Bedarfs an diesem Mineralstoff. Dieselbe Menge der Frucht deckt auch schon 12 Prozent unseres Bedarfs an Magnesium und 16 Prozent unseres Vitamin C Bedarfs. Neben diesen Vitaminen und Mineralstoffen bringt die Banane natürlich auch noch weitere Mikronährstoffe mit sich. Diese Menge hebt sich jedoch nicht extrem von anderen Obstsorten ab.

Abschließende Worte

Mit dem Wissen über den Reifeprozess lässt sich die Banane gezielt in der Ernährung eines Sportlers einbauen. Mit dem richtigen Einsatz kann die Leistung und auch der Erfolg im Training verbessert werden. Für aktive Menschen ist der Konsum von Bananen durchaus ratsam. Im übrigen lässt sich die Banane auch einfrieren, falls sie auf Vorrat gekauft wird. Alle Daten über die Nährwerte der Banane findest du auch unter dem Naturprodukt Banane bei den Nährwerttabellen.
Tags: Banane, Obst, Zucker Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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