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Fitbit Ionic vs Blaze

geschrieben von Lucas B in | 30.08.2017 | Keine Kommentare

Fitbit hat ein neues Modell in der Sparte der Smartwaches auf den Markt gebracht. Dabei geht es um das Fitbit Ionic*. Zuvor war das Modell Blaze* das smarte Armband von Fitbit. Nun stellt sich die Frage, welche der beiden Uhren besser ist.
 
  • Kann die Fitbit Ionic wirklich mehr als das Fitbit Blaze?
  • Lohnt sich der Umstieg vom Blaze auf das Ionic?

Fest steht auf jeden Fall, dass wir uns bei beiden Geräten in der höheren Preisklasse Bewegen. Das Blaze ist jedoch auf Grund des Alters schon im Preis gefallen. Das wird vermutlich mit der Zeit auch beim Ionic der Fall sein. Doch werfen wir einen Blick auf die Daten und Fakten der beiden Geräte.

Vergleichstabelle

Das wichtigste in der Übersicht

Abbildung
Modell Fitbit Ionic Fitbit Blaze
Benachrichtigungen
  • Anrufe
  • Textnachrichten
  • Kalender
  • Beliebte Apps
  • Anrufe
  • Textnachrichten
  • Kalender
Akku (bis zu) 4 Tage 5 Tage
Welchselbares Armband Ja Ja
GPS Integriertes GPS Über Handyverbindung
HR Technologie PurePulse PurePulse
Kompitabilität
  • Windows
  • Mac
  • Android
  • iOS
  • Web
  • Windows
  • Mac
  • Android
  • iOS
  • Web
Preis 350 € 200 €
Geführte Atemübungen Nein Ja
Sensoren
  • Optischer Herzsensor
  • 3-Achsen Beschleunigungsmesser
  • 3-Achsen-Gyroskop
  • Höhenmesser
  • Umgebungslichtsensor
  • Vibrationsmotor
  • WLAN-Antenne (802.11 b/g/n)
  • GPS
  • Nahfeldkommunikation (NFC)
  • 3-Achsen-Beschleunigungsmesser
  • Optischer Herzfrequenzmesser
  • Höhenmesser
  • Umgebungslichtsensor
  • Vibrationsmotor
Schlafanalyse Ja Ja
Wasserdicht Ja Nein
Display, Länge 21,00 mm 32,00 mm
Display, Breite 29,23 mm 35,00 mm
Etagen Ja Ja
Display
  • LCD
  • Touchscreen
  • 6.1cm²
  • Corning Gorilla Glas 3
  • 16-Farbig
  • Touch-Bedinung
  • 11.2 cm²
  • Corning Gorilla Glas 3
HR-Funktion 24/7 Ja Ja
Farbdisplay Ja Ja
Akkutyp Lithium-Polymer Lithium-Polymer
Ladedauer 2 Stunde 1-2 Stunde
Maximale Einsatzhöhe 9.144 m 8.535 m
Betriebstemperatur -10 bis 45 °C °C -10 bis 45 °C
Interner Musik-Speicher Ja Nein
Apps von Drittanbietern Ja Nein

Fitbit Ionic und Blaze im Vergleich

Hardware

Starten wir mit einem Blick auf die Hardware. Hier hat Fitbit eine Schippe drauf gelegt und dem Ionic ein paar mehr Module verbaut. Das wären:
 
  • 3-Achsen-Gyroskop
  • WLAN-Antenne (802.11 b/g/n)
  • Nahfeldkommunikation (NFC)
GPS
Bisher war die Fitbit Surge das einzige Modell in der Fitbitfamilie, welches ein intigriertes GPS-Modul hatte. Nun ist das Ionic dazugestoßen. Allerdings ist die GPS-Aufzeichnung auch mit dem Blaze möglich. Hier muss jedoch eine Koppelung mit dem Smartphone verwendert werden. So kann das Blaze das GPS-Modul des entsprechenden Smartphones nutzen.

Praktisch oder einfacher ist das integrierte Modul sicherlich. Jedoch hat das auch Auswirkungen auf die Akkulaufzeit. Ist das GPS-Modul aktiviert, so sinkt die Laufzeit von bis zu 4 Tagen auf 10 Stunden. Ein deutlicher Einbruch.

Von Haus aus bietet Fitbit bei der Ionic übrigens nicht die Möglichkeit GPS über das Handy zu nutzen.
NFC
Das NFC-Modul dient zur kontaktlosen Bezahlung, welche sich dieses Jahr etwas etabliert hat. In der Praxis wird das aus meiner Erfahrung jedoch weniger genutzt. Zudem birgt das Bezahlen mittels NFC auch noch diverse Sicherheitsprobleme.
WLAN
Nach Angaben von Fitbit dient das WLAN dazu die Musik auf das Gerät zu bekommen. Unter anderem wird es vermutlich auch für Apps von Drittanbietern interessant werden.

Herzfrequenz / HR-Funktion

Beide Geräte verfügen über einen Sensor um die Herzfrequenz zu messen. Wie wir es von Fitbit gewohnt sind, ist auch bei beiden Geräten eine 24/7, also Messung rund um die Uhr realisiert.
HR-Sensoren der Geräte im Vergleich - Links: Ionic; Rechts: Blaze HR-Sensoren der Geräte im Vergleich - Links: Ionic; Rechts: Blaze Beim Ionic hat Fitbit jedoch ein Upgrade im Sensor vorgenommen. Der Hersteller spricht hier von einer höheren Genauigkeit, welche sich unter anderem auf den Einsatz beim Radfahren auswirken soll. Schon von der Optik her ist der Unterschied bei den Sensoren zu erkennen. Das Ionic hat hier mehr LEDs. Auch an der Firmeware, also dem Algorithmus für die Berechnung, soll Fitbit gearbeitet haben.

Die Genauigkeit des Blaze war jedoch nach meiner Erfahrung auch schon gut und ausreichend. In beiden Fällen wird die Technologie PurePulse eingesetzt. Somit wird auch in beiden Fällen über das Handgelenk der Puls gemessen.

Ein Brustgurt für die Messung der Herzfrequenz kann weiterhin weder beim Blaze noch beim Ionic verbunden werden. Das ist bei Geräten von Garmin der Fall. So kann für bestimmte Anwendung der Brustgurt hinzugezogen werden um eine höhere Genauigkeit zu erhalten.

Wasserdicht & Schwimmen

Eine Absolute Neuheit beim Ionic ist die Eigenschaft wasserdicht. Zwar gab es schon das Flex 2*, welches zum Schwimmen getragen werden konnte. Doch dieses Band hatte keine HR-Funktion. Somit war es für den nützlichen Einsatz kaum relevant.
Das Fitbit Ionic ist wasserdicht und hat eine HR-Funktion Das Fitbit Ionic ist wasserdicht und hat eine HR-Funktion Beim Ionic kann nun auch im Wasser der Puls gemessen werden. Eine Funktion, welche sich viele schon lange wünschen. Zusätzlich zählt das Ionic noch die Bahnen, wie es auch schon das Flex 2 konnte. Bis zu 50 Meter hält das Ionic unter Wasser aus. Das Blaze hingegen kann nicht mit ins Wasser genommen werden.

Somit kann das Blaze auch nicht unter der Dusche getragen werden. Zumindest wird hier keine Empfehlung sowie Garantie von Fitbit ausgesprochen. Das Ionic kann natürlich auch unter der Dusche getragen werden.

Display

Das Ionic sowie das Blaze hat Fitbit mit einem farbigen Display ausgestattet. Bis jetzt sind das die einzigen Geräte mit Farbdisplay im Sortiment von Fitbit. Wie beim Blaze setzt Fitbit auch beim Ionic wieder ein LCD Display ein. Somit haben wir hier keinen Unterschied.
Die Displays sind recht identisch - Links: Ionic; Rechts: Blaze Die Displays sind recht identisch - Links: Ionic; Rechts: Blaze Auch beim Glas wird auf die identische Technologie gesetzt. Hier wird ein Corning Gorilla Glas 3 eingesetzt, welches kratzfest ist.

Bei der Bedienung haben wir ebenfalls keinen Unterschied. Beide Geräte verfügen über ein Multi-Touch-Display.
Maße der Geräte - Oben Ionic; Unten Blaze Maße der Geräte - Oben Ionic; Unten Blaze
Die Optik des Displays sind beim Blaze sowie Ionic somit sehr ähnlich. In der Größe unterschieden sich die beiden Geräte hingegen schon. Dabei ist das Ionic etwas kleiner als das Blaze. Beim Blaze haben wir 1,66" inch. Das Ionic hat 1,42" inch.

Ebenso haben wir eine unterschiedliche Auflösung. Beim Blaze haben wir 240x180 Pixel. Das Ionic liefert uns 348x250 Pixel.

Wechselbare Armbänder

Es ist keine große Neuigkeit mehr, aber erwähnenswert. Bei beiden Geräten können die Armbänder gewechselt werden.

Fitbit selbst bietet hier eine Auswahl an Bändern an. Die Preise sind doch relativ hoch. Es lohnt sich mehr im Internet zu schauen*. Dort gibt es eine große Auswahl an Wechselbändern für die Geräte von Fitbit. Für das Blaze ist die Auswahl hier schon recht groß. Es wird nicht lange dauern, bis die Chinesen uch für das Ionic Bänder produzieren. Ich selbst habe mir auch ein solches Band von MoKo für meinen Charge 2* zugelegt, mit welchem ich sehr zufrieden bin.

Smarte Funktionen

Musik
Mit dem Blaze besteht die Möglichkeit die Musik des Handys zu steuern. Beim Inoic hat Fitbit hier etwas neues gebracht. Zusätzlich ist das Gerät mit einem internen Speicher für Musik ausgestattet. Dieser fasst 2,5 Gigabyte.

Die Musik kann dann direkt über das Ionic, ohne Smartphone, gehört werden. Auch die Kopfhörer können direkt mit dem Gerät verbunden werden. Passend zur Einführung der Ionic hat Fitbit hier auch seinen ersten Kopfhörer, Fitbit Flyer*, auf den Markt gebracht. Du kannst jedoch auch jeden anderen Bluetooth-Kopfhörer verwenden.

Interessanterweise ist der Fitbit Flyer nämlich nicht Wasserfest, sonder lediglich schweißfest. Somit kann der Kopfhörer nicht beim Schwimmen getragen werden. Aus meiner Sicht ist der Kopfhörer dafür auch etwas teuer. Hier gibt es mit Sicherheit bessere Alternativen.
Benachrichtigungen
Anrufe, Nachrichten, sowie Kalendereinträge werden auf beiden Bändern ausgegeben. Das Ionic bietet hier jedoch noch mehr. Denn auch Apps von Drittanbietern können hier Benachrichtigen ausgeben. Durch die großen Displays kann auch bei beiden Geräten relativ viel ausgegeben werden. Das Beantworten der Nachrichten bleibt jedoch auch beim Blaze weiter außen vor.

Interessant an dieser Stelle zu erwähnen ist auch noch, dass Fitbit in beiden Fällen auf ein eigenes System und nicht Andorid zurückgreift. Somit gibt es auch einen eigenen Fitbit App-Store. Ob das nun positiv oder negativ ist bleib abzuwarten.

Fitbit veröffentlicht eine SDK für Entwickler. Also eine Schnittstelle, damit Entwickler mit dem System arbeiten können. Ein Kritikpunkt bleibt dennoch, dass die Entwickler so eine weitere Plattform bedienen müssen. Das wird in der Regel nur gemacht, wenn es sich auch lohnt. Wie sich der Markt hier entwickelt bleibt spannend.
Trainingssysteme
Wie beim Blaze kann man auch bei der Fitbit Ionic geführte Trainingseinheiten machen. Hier setzt Fitbit auf den Hauseigenen Fitbit Coach. Diese Möglichkeit gibt es nur beim Ionic sowie Blaze.

Akkulaufzeit

Im Punkt der Akkulaufzeit haben wir bei den beiden Geräten einen Unterschied. Das Ionic wird mit bis zu 4 Tagen ausgewiesen. Das Blaze hingegen mit bis zu 5 Tagen. Anzumerken ist jedoch auch, dass die Akkulaufzeit bei eingeschaltetem GPS bei der Ionic von 4 Tage auf 10 Stunden sinkt.

Zu der konkreten Kapazität des Akkus macht Fitbit leider in beiden Fällen keine Angaben. Es wird lediglich gesagt, dass mit einem Lithium-Polymer Akku gearbeitet wird. Dieser braucht 1 bis 2 Stunden bis zum vollständigen Laden.

Kann die Fitbit Ionic mehr als das Blaze?

Die Frage ist recht einfach und schnell beantwortet: Ja. Bei der Ionic hat Fitbit einige Funktionen mehr gelieft. Das wären unter anderem das integrierte GPS-Modul, NFC sowie WLAN. Auch am HR-Sensor hat Fitbit gearbeitet. Die Genauigkeit soll damit noch besser sein. Wobei ich persönlich sehr gute Erfahrungen mit der Blaze gemacht habe.

Das Ionic kann nun auch im Wasser getragen werden, was mit dem Blaze nicht möglich ist. Damit haben wir den ersten Fitnesstracker von Fitbit, welcher zum Schwimmen geeignet ist und eine HR-Funktion bietet.

Bei den smarten Funktionen hat Fitbit ebenfalls nachgelegt und sich noch mehr einer Smartwatch genähert. So können nun auch Apps von Drittanbietern entwickelt sowie installiert werden. Dabei setzt Fitbit jedoch auf ein eigenes Betriebssystem, statt auf Android.

In einem Satz lässt sich sagen, dass die Ionic eine Blaze mit einer Menge Upgrades ist.

Lohnt sich der Umstieg vom Blaze auf das Ionic?

Ob sich der Umstieg auf die Fitbit Ionic lohnt ist natürlich ein wenig eine Frage deines Ermessens. Du erhältst definitiv mehr Funktionen und mehr Hardware. Somit kannst du mit der Ionic auch mehr machen. Allerdings ist da auch der Preis, welcher deutlich höher ist. Bei einem Neukauf würde ich dir trotzdem zum Ionic*, statt der Blaze raten. Bei einem Umstieg musst du etwas abwägen.

Zu Beachten bleibt definitiv, dass wir hier mehr in die Richtung einer Smartwatch gehen. So war es auch schon beim Blaze selbst der Fall. Wenn du einfach nur einen Fitnesstracker möchtest, bist du auch mit dem deutlich günstigern Charge 2* sehr gut bedient. Einen Vergleich zum Ionic und dem Charge 2 findest du hier. Einen Testbericht zum Charge 2 hier.

Bei dem Preis lässt sich übrigens auch schon über die Apple Watch oder andere Smartwachtes nachdenken. Wo Fitbit beim Charge 2 in der Sparte der Fitnesstracker definitiv ganz weit oben steht, würde ich das für die Sparte Smartwach nicht direkt behaupten.
Tags: Fitbit, FitbitIonic, FitbitBlaze, FitbitVergleich, Fitnesstracker, Produkttest Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
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Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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