Aquabag als Alternative zum Sandbag

Geschrieben von Lucas B | Veröffentlicht am 20.12.2014 | Keine Kommentare
Training mit dem Aquabag © Eigentümer des Fotos:aerobis.com, aerobis.com Das Training mit dem Sandsack ist im funktionellen Sport und auch Crosstraining immer populärer geworden. Mit ein Grund dafür sind die extrem vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Es gibt jedoch noch eine weitere Variante des Trainings mit der Gewichtstasche. Hierbei handelt es sich um das Training mit dem Aqua-Bag. Im Gegensatz zum Sandsacktraining ist dieses Trainingsgerät noch nicht ganz zu bekannt und verbreitet.

Was ist ein Aqua-Bag?

Im Grunde lässt sich ein Aqua-Bag sehr einfach erklären. Genau wie beim Sandsack handelt es sich um eine Tasche, welche mit Gewicht befüllt wird. Anders als bei einem Sandsack wird hier jedoch Wasser (Auqa) statt Sand verwendet.

Des Weiteren sind wie auch an dem Sandsack in der Regel Griffe an der Tasche befestigt um eine bessere und vielseitigere Handhabung zu gewährleisten. Bei einem Eigenbau stellt sich dieser Punkt meist als etwas schwerer heraus, da die Griffe sehr robust sein müssen. Durch den extremen Einsatz mit Schwung und Gewicht müssen die Griffe einer hohen Belastung standhalten können.

Aqua-Bag vs. Sandbag

Nun stellt sich die Frage, was den Aqua-Bag von einem Sandbag unterscheidet. Der wohl auffälligste Unterschied liegt in der Art des Gewichts. Wo beim Sandbag Sand als Gewicht eingesetzt wird, findet sich beim Aqua-Bag Wasser. Durch den Unterschied der Materie wird hier gleichzeitig ein Unterschied im Handling und Trainingsgefühl gesetzt.

Trainingsgefühl

Im Gegensatz zu Sand ist das Wasser träge. Somit schwappt das Wasser nach und gibt noch einen weiteren und späteren Impuls. Hier wird zum Beispiel bei Cleans noch nach dem eigentlichen Beenden der Bewegung ein weiterer Rückschlag gegeben. Auch beim Laufen mit dem Aqua-Bag macht sich dies bemerkbar. Bei jedem Schritt schwappt das Wasser von der einen auf die andere Seite. Somit wird das Laufen um noch einiges anders und auch anspruchsvoller als mit dem Sandsack. Dieser Nachschwung muss mit Kraft ausbalanciert werden. Das Gewicht muss hier zumindest am Anfang auch deutlich geringer gewählt werden als beim Sack mit Sand Befüllung.

Beladung

Die Beladung mit Wasser statt Sand hat Vorteile, bringt jedoch auch einen Nachteil mit sich. Wasser ist im Gegensatz zu Sand zumindest in unserer Region fast überall und jederzeit verfügbar. Somit kann der Sandsack ohne Gewicht mitgenommen und überall befüllt werden. Zudem kann mit dem Aquabag ohne Probleme im Haus oder der Wohnung trainiert werden. Das Wasser verursacht keinen Schmutz, was bei Sandsäcken der Fall sein kein. Wobei sich bei Sandbags auch mit Plastiktüten helfen lässt.

Während des Trainings kann das Gewicht nicht so einfach geändert werden. Dies hat zwei Ursachen. Zunächst enthalten die meisten Aqua-Bags nur ein Loading-Bag. Somit kann das Gewicht nicht in unterschiedliche Taschen aufgeteilt werden. Dies muss jedoch auch sein, damit die Trägheit des Wassers richtig greift. Das Befüllen der Tasche während des Workouts ist nicht ganz so einfach möglich. Durch Ablassen des Wassers kann das Gewicht zwar zügig verringert werden. Das Gegenteil ist jedoch nicht so schnel möglich. In diesem Zusammenhang stellt auch das bestimmen des Gewichts ein kleines Problem dar. Ohne Waage lässt sich das Gewicht der Tasche schwer einschätzen. Bei Sand ist dies durch die mehreren Loading-Bags einfacher möglich. Wobei ich sagen muss, dass es beim Training mit dem Sand- sowie auch Aqua-Bag nicht auf das genaue Gewicht ankommt. Hier wird schließlich aus anderen Aspekten trainiert.

Warum mit dem Aqua-Bag trainieren?

Besonders für den funktionellen Aspekt ist das Training mit dem Sand- sowie Aqua-Bag interessant. Somit macht es durchaus Sinn den Aqua-Bag auch beim Crosstraining einzusetzten. Bei der Tasche mit Wasserfüllung steht der Punkt "Geschicklichkeit" jedoch noch etwas weiter im Vordergrund. Durch die Trägheit des Wassers muss hier wesentlich mehr ausbalanciert werden.

Das Training mit dem Aqua-Bag ist daher für die Kraft, Geschicklichkeit sowie Ausdauer interessant. Viele denken beim Anblick eines Sand- oder auch Aqua-Bags, dass das Fassungsvermögen zu klein ist. In der Tat bewegt sich dieses meist nur zwischen 10 bis 30 Kilogramm. Dies mag auf den ersten Blick auch wenig erscheinen, jedoch muss hier an den Sinn und Zweck dieses Trainingskonzept gedacht werden. Es geht nicht um das Training auf maximale Kraft, also mit maximalem Gewicht. Hierbei bleibt weiter die Langhantel im Vordergrund. Vielmehr geht es darum Übungen zu verbessern und den Anspruch in Form von Balance und Geschick zu erhöhen.

Besonders das Laufen stellt hier ein schönes Beispiel dar. Wird mit Gewicht gelaufen, so erscheint dies im ersten Moment häufig extrem leicht. Doch schon nach einer kurzen Dauer macht sich das zusätzliche Gewicht bemerkbar. Neben der zusätzlichen Belastung kommt hier noch die Schwierigkeit des Tragens hinzu. Jeder der schon einen Lauf mit dem Aqua- oder Sandbag praktiziert hat wir verstehen was ich meine.

Was ist mit einem Aqua-Bag möglich?

Die Trainingsmöglichkeiten mit einer mit Wasser befüllten Gewichtstasche sind sehr groß. Ein Aqua-Bag kann gehoben, geschwungen, geschoben, gezogen und getragen werden. Somit sind weitaus mehr Trainingsmethoden möglich als nur einfache Übungen. Als Beispiele kann ich hier die Cleans, Swings oder auch das Shouldering nennen. Doch auch das Laufen oder Treppensteigen mit dem Aqua-Bag ist nicht zu verachten. Besonders hier macht sich das träge Wasser bemerkbar. Viele Einsatzmöglichkeiten findest du auch im Artikel "Training mit dem Sandsack".

Wo bekomme ich einen Aqua-Bag her?

Im Deutschen Raum lässt sich besonders der blackBack vom Hersteller aerobis* nennen, welcher mitlerweile auch in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich ist. Dabei gibt es unterschiedliche Größen sowie die Option der zusätzlichen Verwendung mit Sand. Von der Qualität und dem Handling sind die Produkte von aerobis empfehlenswert. Besonders die Griffe und komplette Verarbeitung der Taschen des blackPack beweisen sich auch in der Praxis.

Abschließende Worte

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Aqua-Bag im Bereich des funktionellen Trainings sehr gut eingesetzt werden kann. Somit ist er auch beim Crosstraining an richtiger Stelle. Er stellt ein gutes Equipment dar um die Geschicklichkeit, Ausdauer und Kraft in Kombination zu trainieren. Der Unterschied zum Sandsack liegt in der Art der Befüllung, welche sich auch auf das Training auswirkt. Durch die Trägheit des Wassers wird ein weitere Impuls ausgeübt, welcher von Athleten ausbalanciert werden muss.
 
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Tags: Aqua-Bag, Sandsack, Training Der Artikel wurde von geschrieben und am veröffentlicht.
Geschrieben von Lucas B
Lucas ist einer der Betreiber und Entwickler von buffcoach. Obwohl er im Bereich der IT tätig ist, nehmen Sport und Ernährung einen sehr großen Anteil seines Lebens ein. Er trainiert im Bereich des Kraftsports nach Grundlagen von Crosstraining. Sein Ziel ist es stark und fit zu sein. Eine gesunde Ernährung ist damit eng verbunden. Sein Wissen teilt er auf buffcoach.net im Magazin und Forum.
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